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25.05.2012
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Zeichnung von Nikolaus Groß.

Zeichnung von Nikolaus Groß.

23. Januar

Seliger Nikolaus Groß

Lebensdaten:

Geboren am 30. September 1898 in Niederwenigern (heute: Hattingen/Ruhrgebiet), gestorben am 23. Januar 1945 in Berlin-Plötzensee.

Vita:

Nikolaus Groß war der Sohn eines Zechenschmiedes aus Niederwenigern an der Ruhr und arbeitete nach dem Besuch der Volksschule zunächst auch unter Tage. Dabei bemühte er sich stets, sich selbst in seiner knapp bemessenen Freizeit weiterzubilden. 1918 wurde Groß Mitglied der Zentrumspartei, ein Jahr später trat er dem Antonius-Knappenverein in seinem Heimatort bei. Groß konnte schließlich das Kohlenflöz mit dem Schreibtisch tauschen: Er wurde Gewerkschaftssekretär und als solcher in Schlesien, Sachsen und dem Ruhrgebiet tätig. 1927 schließlich begann Groß’ Laufbahn bei der Westdeutschen Arbeiterzeitung, dem Zentralorgan der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB). Innerhalb weniger Jahre brachte er es dort vom Hilfs- zum Chefredakteur. Den Aufstieg des Nationalsozialismus betrachtete der siebenfache Familienvater mit großer Abneigung: Die Nazis, so schrieb er 1930, seien "die Todfeinde des heutigen Staates", die nicht nur aus politischen und wirtschaftlichen Gründen, sondern vor allem aus der religiösen und kulturellen Haltung der katholischen Arbeitnehmer heraus abzulehnen seien.

Nach der Machtübernahme 1933 musste sich jedoch auch Groß den veränderten Gegebenheiten anpassen. Sein Schreibstil wurde zwar nicht sanfter, aber hintergründiger: Die Kritik am politischen System versteckte sich zwischen den Zeilen, doch war sie für diejenigen, für die das inzwischen in "Kettelerwacht" umbenannte Blatt bestimmt war, nicht schwer zu entschlüsseln.

Im Jahr 1938 wurde die Zeitung endgültig verboten. Groß betätigte sich fortan als Texter und Verleger kleinerer Schriften, in denen er den Arbeitern das Wort Gottes und seine praktische Bedeutung in schweren Zeiten näher zu bringen versuchte. Mehrmals wurde er in dieser Zeit von der Gestapo verhaftet und verhört.

Nach dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 wurde Groß einige Wochen später als Mitwisser verhaftet und ins Gestapo-Gefängnis Berlin-Plötzensee gebracht. Dort wurde er mehrfach verhört und gefoltert. Obschon Groß nicht zu den Verschwörern des 20. Juli gehört hatte, wurde ihm sein offener Widerstand gegen das Regime zum Verhängnis: Der Volksgerichtshof unter dem berüchtigten Richter Freisler befand ihn am 15. Januar 1945 des Verrats für schuldig und verurteilte ihn zum Tode. Das Urteil wurde acht Tage später vollstreckt. Ein christliches Begräbnis gönnten die Nazis dem vermeintlichen Staatsfeind nicht: Seine Leiche wurde verbrannt und die Asche über die Felder verstreut. Am 7. Oktober 2001 sprach Papst Johannes Paul II. in Rom den mutigen Arbeiterführer Nikolaus Groß selig.

Namensbedeutung

Nikolaus bedeutet "Sieger im Volk" (griech.).

Namensableitungen

Von "Nikolaus" leiten sich folgenden Namen ab: Nick, Nicky, Niklaus, Niklas, Niko, Nikolai, Klaus, Klas, Claes, Colin, Nils, Mikus, Mikolaj.

Mehr Informationen im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.nikolaus-gross.de

Text: Thomas Mollen | Foto: Archiv
Januar 2005

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Am Mittwoch zwischen 20.30 und 21.30 Uhr im Chat: Diakon Daniel Kotara.

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