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Seite: Fragen + Glauben  >  Haus der Seelsorge  >  Porträt Meyer
24.07.2016
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Holger Meyer
Seelsorge ist keine Frage des Tempos, sagt Diakon Holger Meyer.

Internetseelsorger Holger Meyer:

Wegweiser durch das Leben

Molbergen. "Seelsorge", definiert Holger Meyer, "sollte Wege aufzeigen, wie das Leben gelingen kann – und dass es mit Gott gelingt." Der Diakon aus der Kirchengemeinde Cappeln ist auch als Seelsorger in einem Bereich engagiert, in dem diese Wege vollkommen verbaut zu sein scheinen: als Seelsorger in Notsituationen, wenn Menschen einen Angehörigen verloren haben. Regelmäßig trägt er für eine Woche einen Pieper bei sich, und wenn sich dieses Gerät meldet, macht er sich zu Männern, Frauen und Kindern auf, die gerade von der Polizei eine Schicksalsnachricht überbracht bekommen haben.

Wenn das Schicksal zuschlägt

"Ich treffe dann auf Menschen, die sich in Ausnahmesituationen befinden", sagt Meyer. Seelsorge heißt in diesem Fall, einfach da zu sein und in der scheinbaren Aussichtslosigkeit Nähe zu vermitteln. Manches Mal sind die Menschen aber auch froh, wenn sie ihr Leid in ein gemeinsames Gebet fassen können. "Oft sind es aber auch eine ganz konkrete Hilfen: Telefonate führen, Dinge regeln." Schlaue Ratschläge und fromme Sprüche seien dann nicht angebracht: "Ich bin in diesem Augenblick häufig genauso hilflos und habe auch keine Antworten auf das ,Warum’ parat", sagt Meyer, der mit den anderen Notfall-Seelsorgern in speziellen Schulungen des Deutschen Roten Kreuzes für diese Aufgabe geschult wird.

Dazu hat der Fan von Science-Fiction-Büchern und Vater dreier Töchter noch einen zweiten seelsorglichen Bereich, dem er sich mit Freude widmet: Für den Offizialatsbezirk Oldenburg ist er der Ansprechpartner für die Gehörlosen. Der Umgang mit dieser Gruppe habe sich in den letzten Jahren geändert, berichtet er. "Früher hat man diese Menschen gerne bemuttert. Heute nimmt man sie sehr ernst, und daher ist das Lernen der Gebärdensprache das erste, was man als Gehörlosenseelsorger tun sollte." Besonders schätzen gelernt hat Meyer die Gemeinschaft dieser Gruppe. "Nach den Gottesdiensten versammeln sich die Gehörlosen aus dem ganzen Bezirk und sprechen miteinander." Unter vier Stunden dauern die Treffen selten – "es ist schön zu erleben, wie Gottesdienst und Leben in eins übergehen."

Langfristige Kontakte im schnellen Internet

Neben der Gemeinschaft als Gruppe erscheint das Internet als ein ganz anderer und scheinbar unpersönlicher Kontakt-Kanal. Aber auch dieser hat nach Ansicht des Diakons seine Stärken: "Menschen, die uns Seelsorger gar nicht ansprechen würden, schreiben im Schutze der Anonymität E-Mails mit ihren Sorgen, Nöten und Fragen." Wobei Meyer das Internet nicht als Einbahnstraße oder simples Frage-und-Antwort-Spiel betrachtet: "Viele Mails sind sehr komplex und verlangen nach überlegten Antworten. Ich formuliere auch oft Gegenfragen, so dass sich ein längerfristiger Kontakt entwickelt." E-Mails sind zwar unglaublich schnell. Eine Seelsorge, die sich ernst nimmt, brauche aber Zeit: "Es geht auch darum, dem Sinn und Zweck des Lebens auf die Spur zu kommen."

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Text: André Bosse | Foto: Michael Bönte
03.05.2004

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