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17.08.2017
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Markus Gehling
Das Internet ist für Markus Gehling eine Möglichkeit, neue Türen zu öffnen.

Internetseelsorger Markus Gehling:

Marienandacht und Chat

Dinslaken-Lohberg. "Neue Wege führen zu neuen Menschen", sagt Markus Gehling. Spätestens, wenn man seine Lebensgeschichte kennt, glaubt man dem Pastoralreferenten in den Gemeinden St. Marien in Dinslaken-Lohberg und St. Albertus Magnus in Hünxe. Acht Jahre arbeitete er als Industriekaufmann, bevor er einen neuen Weg einschlug und 1991 in die Ausbildung zum Pastoralreferenten wechselte.

"Willst du dein Leben mit Wirtschaft und Kommerz gestalten oder mit Menschen im Raum der Kirche?" sei damals die Frage gewesen. Die Antwort fiel dem heute 36-Jährigen nicht schwer. Im Engagement in der Gemeinde habe er zuvor erleben können, wie Jugend- und Liturgiearbeit Ansporn und Anerkennung bedeutet habe: "Es ließen sich Menschen ansprechen." Dieses Gefühl, "etwas zu bewegen", habe sich auch in den vergangenen 13 Jahren nicht geändert.

Einen neuen Weg zu den Menschen sieht er durchaus auch im Internet. Als eine Art raus zu gehen "aus den kirchlichen Mauern", mit einer Offenheit, die weitere Türen öffnen könne: "Bei einem direkten Gespräch habe ich manchmal das Gefühl, dass der Gegenüber mir etwas sagen möchte, aber nicht damit herauskommt." Im Internet läge dagegen oft schon bei der zweiten Mail das Problem "auf dem Tisch". Auch die Dosierung sei im Internet leichter zu wählen. Der User könne genauer wählen, wie weit er die Kirchentür für sich öffne, wie weit er Gemeinschaft und Menschen an sich heranlasse.

Entscheidende Lebenspunkte

Der direkte Kontakt, die umfassende seelsorgliche Begleitung werde damit nicht ersetzt und bleibe in vielen Fällen unersetzlich, sagt Gehling. Er fragt sich aber, ob diese von einen Großteil überhaupt noch gesucht werde oder zeitlich möglich sei: "Es geht nicht darum, jeden Menschen von A bis Z zu begleiten, sondern ihm an den wichtigen Punkten in seinem Leben zu begegnen und einen Abschnitt mit ihm zu bewältigen." Einen Großteil des Lebensweges müsse der Mensch ohnehin allein gehen, da dürften auch die klassischen Formen der Seelsorge nicht überschätzt werden. "Um diesen Menschen an den entscheidenden Punkten zu begegnen, dafür eignet sich das Internet sehr gut."

Gegeneinander aufrechnen will er die unterschiedlichen Formen der Seelsorge damit nicht: "Das eine tun und das andere nicht lassen." Um die Menschen zu treffen, sollten sich die Ansätze ergänzen. Die Marienandacht gehöre dann genauso dazu wie der Chat. Denn da ist er sich sicher: "Es gibt noch so vieles, was angefangen und verdichtet werden kann – und dafür sind alle Weg wichtig, auch die neuen."

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Text: Michael Bönte | Foto: Norbert Göckener
01.04.2004

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