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10.02.2012
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Firmung
Der Firmpate bringt zum Ausdruck: Du bist auf deinem Glaubensweg nicht allein,

Das Sakrament der Firmung

Sichtbares Zeichen unsichtbares Geschenk

Die Taufe bewirkt eine starke Verbindung zwischen Gott und Mensch. Darauf baut die Firmung auf. Taufe und Firmung verhalten sich zueinander wie Fundament und Aufbau eines Hauses.

Was in der Taufe grundgelegt ist, entfaltet sich in der Firmung. Die Gemeinschaft mit Gott soll im Leben der Gefirmten noch stärker erfahrbar werden. Denn die wichtigste Weisung Jesu, Gottesliebe und Nächstenliebe, ist etwas sehr Praktisches. Wer aber Gott lieben will, zum Beispiel in Gebet und Gottesdienst, und den Nächsten lieben will, zum Beispiel im Teilen und im Einsatz für andere, der braucht Kraft. Diese schenkt Gott in der Firmung. Wie damals am Pfingstfest so teilt er in diesem Sakrament die Gaben des heiligen Geistes mit. Die Bibel zählt sieben Gaben auf: Weisheit, Einsicht und Rat, Erkenntnis und Stärke, Frömmigkeit und Ehrfurcht vor Gott.

Die Übergabe dieses unsichtbaren Geschenkes geschieht in sichtbaren Zeichen. Der Bischof legt dem Firmbewerber die Hand auf den Kopf. Das bedeutet: Gott selbst hält seine Hand über dir. Dann salbt er ihm die Stirn mit dem geweihten Öl. Solche Salbung ist Zeichen für Erwählung, Würde und Stärke dessen, der zu Jesus gehört. Jesus selbst wird ja der Christus genannt, das heißt "der Gesalbte". Wer in der Gemeinschaft mit Christus gesalbt wird, geht eine enge freundschaftliche Beziehung zu Gott ein.

Bei der Salbung nennt der Bischof den Namen des Firmbewerbers und spricht: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den heiligen Geist." So wie ein Siegel deutlich macht, zu wem das Besiegelte gehört, so drückt die Besiegelung durch den heiligen Geist aus: Du gehörst zu Gott.

Während der Firmspendung steht der Begleiter des Firmbewerbers, der Pate, hinter diesem und hat seine Hand auf dessen Schulter gelegt. Der Pate bringt damit zum Ausdruck: Du bist auf deinem Glaubensweg nicht allein, ich stehe hinter dir, ich stärke dir den Rücken. Zur Gemeinschaft mit Gott gehört die Gemeinschaft der Kirche, die der Pate hier vertritt. Abschließend gibt der Bischof dem Neugefirmten den Friedensgruß als Zeichen für diese weltweite Gemeinschaft der Christen.

Bevor das alles geschieht, haben die Firmbewerber ihre Absage an die Macht des Bösen erklärt und ihre Zustimmung zum Glauben an den dreieinen Gott. Solche Absage und Zustimmung gehörten bereits zum Empfang der Taufe. Bei der Taufe im Säuglingsalter haben Eltern und Paten stellvertretend für den Täufling geantwortet. Bei der Firmung jetzt erhält dieses Bekenntnis ein eigenes Gewicht, weil es nun von denen persönlich abgelegt wird, welche das Sakrament empfangen.

In der Regel wird das Sakrament der Firmung in der Eucharistiefeier durch den Bischof gespendet.

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