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04.12.2016
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Einzug
Feierlicher Einzug von Priestern und Messdienern.

Mit Herz und Händen Gott erfahren (1)

Ablauf der Eucharistiefeier

Das von der Kirche unter Danksagung (griech. Eucharistia) zum Gedächtnis des Herrn begangene Mahl ist die wichtigste Versammlung des Volkes Gottes.Wenn die Kirche Eucharistie feiert, hält sie nicht nur ein Gedächtnismahl, sondern Christus bleibt in ihr handelnd gegenwärtig. - kirchensite.de stellt den Ablauf der heiligen Messe vor:

Einzug

Der Priester zieht mit seiner Begleitung (durch die versammelte Gemeinde) zum Altar; im Altarraum macht er mit Messdienern und weiteren Diensten eine Kniebeuge.

Verehrung des Altars

Priester und Diakon ehren den Altar mit einem Kuss, danach kann der Priester den Altar mit Weihrauch inzensieren.

Kreuzzeichen

Begrüßung

Der Priester grüßt die Gemeinde mit dem biblischen Gruß "Der Herr sei mit euch" (Dominus vobiscum; Ruth 6,12). Steht ein Bischof der Feier vor, singt oder spricht er "Der Friede sei mit euch", den Gruß des Auferstandenen (Joh 20,19.21.26).

Einführung

Priester, Diakon oder ein dazu Beauftragter geben eine kurze Einführung in die Feier (die nicht schon zu einer ersten Predigt werden sollte).

Allgemeines Schuldbekenntnis

Das allgemeine Schuldbekenntnis ist in drei Formen möglich, jede besteht aus der Einladung (auf die ein Moment der Stille zur persönlichen Besinnung erfolgt), dem Sündenbekenntnis und der Vergebungsbitte. Das bekannteste Schuldbekenntnis ist das "Confiteor". An Sonntagen kann an die Stelle des Schuldbekenntnisses auch das sonntägliche Taufgedächtnis treten.

Kyrie

(falls nicht schon vorausgegangen): Mit der Kyrie-Litanei wird das Erbarmen Christi angerufen und seine barmherzige Liebe gepriesen. Die Anrufungen sind frei formulierbar.

Vergebungsbitte

Der Priester bittet Gott um Vergebung; es handelt sich um keine sakramentale Lossprechung.

Gloria

Das Gloria wird an allen Sonntagen außerhalb der Advents- und Fastenzeit und an besonderen (Hoch-)Festen angestimmt.

Tagesgebet

Der Priester lädt zum Gebet. Er betet stellvertretend für die Gemeinde, ja, die ganze versammelte Kirche; die Gemeinde bestätigt mit "Amen".

Erste Lesung

Der Lektor geht zum Ambo und trägt dort die erste Lesung vor.

Antwortgesang

Der Kantor trägt als ersten Zwischengesang den Antwortpsalm vor. Wird nur eine Lesung vorgetragen, kann auch ein passendes Lied an Stelle des Psalmes gesungen werden.

Zweite Lesung

Halleluja-Ruf (2. Zwischengesang)

Der Lobgesang (wörtlich "Lasst uns Jahwe preisen") fällt während der Fastenzeit weg.

Evangelium

Der Priester kann Weihrauch einlegen. Wenn ein Diakon da ist, verneigt er sich vor dem Priester und bittet um den Segen; ansonsten verkündet der Priester selbst das Evangelium. Dazu verneigt er sich vor dem Altar und betet: "Heiliger Gott, reinige mein Herz und meine Lippen, damit ich dein Evangelium würdig verkünde". Diakon oder Priester (mit dem Evangelienbuch) und Messdiener (mit Kerzen und Weihrauch) ziehen zum Ambo, dort bezeichnet der Verkündende das Buch und sich selbst auf Stirn, Mund und Brust mit dem Kreuzzeichen. Wird Weihrauch verwendet, inzensiert der Diakon/Priester das Buch, dann verkündet er das Evangelium. Am Ende küsst der Diakon/Priester das Buch und spricht leise: "Herr, durch dein Evangelium nimm hinweg unsere Sünden."

Predigt/Homilie

Vorgeschrieben an allen Sonntagen und gebotenen Feiertagen, sonst "empfohlen".

Glaubensbekenntnis/Credo

Das Glaubensbekenntnis/Credo folgt an Sonntagen, Hochfesten und bei anderen festlichen Gottesdiensten.

Fürbitten

Die Fürbitten umfassen die Anliegen der Weltkirche, die Regierenden und das Wohl der Völker, die Notleidenden, die Ortsgemeinde mit ihren Sorgen und im Besonderen die Verstorbenen.

Herbeibringen der Gaben

Begleitet von Gesang, Orgelspiel oder Stille werden die Gaben zum Altar gebracht. Es ist ein gutes Zeichen, wenn Vertreter der Gemeinde (im sogenannten "Opfergang") Brot und Wein für die Eucharistie zum Altar bringen. Auch andere Gaben für die Bedürfnisse der Kirche und der Armen (etwa die Kollekte) haben hier ihren Platz.

Bereitung des Altars

Parallel dazu tragen die Messdiener den Kelch mit Korporale (einem viereckigen Leinentuch) und das Messbuch zum Altar. Der Priester breitet das Korporale auf dem Altar aus. Dann nimmt er die Schale entgegen und spricht: "Gepriesen bist du, Herr unser Gott, Schöpfer der Welt. Du schenkst uns das Brot, die Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit. Wir bringen dieses Brot vor dein Angesicht, damit es uns das Brot des Lebens werde. Gepriesen bist du, Herr, unser Gott." (vgl. jüdisches Tischgebet). Der Priester (oder Diakon) gießt Wein und ein wenig Wasser in den Kelch und spricht leise: "Wie das Wasser sich mit dem Wein verbindet zum heiligen Zeichen, so lasse uns dieser Kelch teilhaben an der Gottheit Christi, der unsere Menschennatur angenommen hat." Dann nimmt er den Kelch und betet: "Gepriesen bist Du, unser Gott, Schöpfer der Welt. Du schenkst uns den Wein, die Frucht des Weinstocks und der menschlichen Arbeit. Wir bringen diesen Kelch vor Dein Angesicht, damit er uns der Kelch des Heiles werde. Gepriesen bist du in Ewigkeit, Herr unser Gott." Der Priester verneigt sich und spricht leise: "Herr, wir kommen zu dir mit reumütigem Herzen und mit demütigem Sinn. Nimm uns an und gib, dass unser Opfer dir gefalle." Bei feierlichen Gottesdiensten werden die Gaben, also Brot und Wein, auch mit Weihrauch verehrt. Der Altar wird inzensiert und umschritten. Danach kann auch der Priester inzensiert werden, als Zeichen dafür, dass er in dieser Feier an Christi Statt handelt. Auch die versammelte Gemeinde wird feierlich inzensiert, denn in der zur Feier versammelten Gemeinde ist Christus gegenwärtig: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen."

Händewaschung

Zur Händewaschung betet der Priester leise: "Herr, wasch ab meine Schuld und mach mich rein von meinen Sünden."

Einladung zum Gabengebet

Neben dem einfachen Aufruf "Lasset uns beten", ist etwa die Gebetseinladung "Lasset uns beten zu Gott, dem allmächtigen Vater, dass er die Gaben der Kirche annehme zu seinem Lob und zum Heil der ganzen Welt" oder eine freie Formulierung möglich.

Gabengebet

Als Gemeinschaftsgebet ist es in der Mehrzahl formuliert: Der Priester betet stellvertretend für die ganze Gemeinde; die bestätigt mit "Amen".

Gebetseinleitung

Der Priester breitet die Hände aus und beginnt das Eucharistische Hochgebet mit dem dreigliedrigen Wechselgebet: "Der Herr sei mit euch ..."

Präfation

Der Priester singt oder spricht die Präfation, je nach Anlass und Anliegen. Zum Schluss faltet er die Hände und singt gemeinsam mit der Gemeinde das Sanctus.

Sanctus

(das dreimalige Heilig)

Epiklese

Der Priester breitet seine Hände über die Gaben von Brot und Wein und betet: "Ja, du bist heilig großer Gott, du bist der Quell aller Heiligkeit. Darum bitten wir dich: Sende deinen Geist auf diese Gaben herab und heilige sie ..." (aus dem zweiten Hochgebet)

Einsetzungsbericht

Der Priester nimmt das Brot, erhebt es ein wenig und spricht: "Denn am Abend, an dem er ausgeliefert wurde ..." Danach zeigt der Priester der Gemeinde die konsekrierte Hostie. Er macht eine Kniebeuge und fährt fort: "Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch ..." Dann zeigt er der Gemeinde den Kelch und macht wiederum eine Kniebeuge.

Akklamation

Der Priester (oder Diakon) singt oder spricht: "Geheimnis des Glaubens", und die Gemeinde antwortet: "Deinen Tod, o Herr, verkünden wir ..." Auch andere, inhaltlich ähnliche Akklamationen sind möglich.

Anamnese (Gedächtnis der Heilstaten)

Der Priester breitet die Hände aus und betet: "Darum, gütiger Vater, feiern wir das Gedächtnis des Todes und der Auferstehung deines Sohnes ... Wir danken dir, dass du uns berufen hast, vor dir zu stehen und dir zu dienen. ..." (aus dem zweiten Hochgebet)

Gebet für die Kirche

Gebet für die Verstorbenen

Gebet für die Lebenden

Schlussdoxologie

Der Priester erhebt die Hostienschale und (der Diakon) den Kelch und singt oder spricht: "Durch ihn und mit ihm und in ihm ..." Die Gemeinde antwortet mit "Amen".

Gebet des Herrn

Der Priester lädt zum Gebet des Herrn ein: "Lasst uns beten, wie der Herr uns gelehrt hat", "Wir heißen Kinder Gottes ..." oder eine andere geeignete Einladung. Priester und Gemeinde singen oder sprechen gemeinsam das "Vater-unser". Der Priester singt oder spricht mit ausgebreiteten Händen weiter: "Erlöse uns Herr, allmächtiger Vater, von allem Bösen und gib Frieden ..." Dann beschließt die Gemeinde das Gebet mit dem Ruf: "Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen."

Friedensgebet

Der Priester lädt zum Friedensgebet ein. Der Gemeinde zugewandt betet er, breitet die Hände aus und singt oder spricht: "Der Friede des Herrn sei allezeit mit euch." Die Gemeinde antwortet: "Und mit deinem Geiste." Diakon oder Priester können zum Friedensgruß auffordern, "in einer den örtlichen Gewohnheiten entsprechenden Weise", wie es offiziell heißt. "Gebt einander ein Zeichen des Friedens und der Versöhnung."

Brechung des Brotes

Der Priester bricht die Hostie in mehrere Teile: Ein Zeichen, dass alle von demselben Brot essen und an dem einen Leib Christi teilhaben. Ein kleines Stückchen der Hostie senkt er in den Kelch und spricht leise: "Das Sakrament des Leibes und Blutes Christi schenke uns ewiges Leben." Inzwischen singt die Gemeinde das Agnus Dei

Stilles Gebet

Stilles Gebet des Priesters vor der Kommunion

Einladung zur Kommunion

Der Priester macht eine Kniebeuge, nimmt ein Stück der Hostie und spricht zur Gemeinde: "Seht das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt." Gemeinsam mit der Gemeinde betet er dann: "Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund." Anschließend kann er einen Kommunionvers hinzufügen.

Kommunionspendung

Der Priester (oder der Diakon und Kommunionhelfer) teilt die Kommunion aus. Er zeigt den Kommunikanten die Hostie und spricht: "Der Leib Christi." Wenn der Kelch gereicht wird, sagt er: "Das Blut Christi."

Purifikation (Reinigung der Gefäße)

Der Priester (Diakon oder Akolyth) reinigt Hostienschale und Kelch, evtl. auch nach der Messe.

Dankhymnus

Schlussgebet

Vom Altar oder Sitz aus lädt der Priester zum Gebet ein: "Lasset uns beten." Mit ausgebreiteten Armen singt oder spricht er das Schlussgebet.

Mitteilungen/Vermeldungen

Segensbitte/-gebet

Der Priester breitet die Hände aus und singt oder spricht: "Der Herr sei mit euch", die Gemeinde antwortet: "Und mit deinem Geiste." Der Priester streckt seine Hände über die Gemeinde und ruft den Segen Gottes auf die Versammelten herab. Er segnet die Gemeinde, indem er mit seiner rechten Hand das Kreuzzeichen malt und singt oder spricht: "So segne euch der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist." In der Bibel finden sich zahlreiche noch heute gebräuchliche Segensformeln, z.B. der Aaronitische Segen (Num 6, 24-26).

Entsendung

Der (Diakon oder der) Priester entlässt die Gemeinde, indem er singt oder spricht: "Gehet hin in Frieden." Die Gemeinde antwortet: "Dank sei Gott, dem Herrn."

Schlusslied/Mariengruss

Die Eucharistiefeier wird mit einem Lied (oder Instrumentalstück) beendet. Besonders in den Marienmonaten (Mai und Oktober) empfiehlt es sich, an dieser Stelle ein Marienlied zu wählen.

Orgelnachspiel

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Text: ks | Foto: Michael Bönte
Februar 2009

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