
- Bei der Zulassungsfeier zur Erwachsenentaufe überreichen Vertreter der Gemeinden dem Bischof ein so genannte Sendschreiben für den Taufbewerber.
Der wachsende Glaube trägt
Wie wird man Christ?
Immer häufiger bitten erwachsene Menschen um die Taufe.
Was sie dazu bewegt, ist die Suche nach einem Fundament, das wirklich trägt, wo vieles im Alltag brüchig erscheint. Nicht selten sind es auch konkrete Anlässe, die zu einer Begegnung mit der katholischen Kirche führen, wie z. B. die Heirat mit einem katholischen Partner oder die Frage nach der Taufe der eigenen Kinder.
Wer in diesem Zusammenhang Christen begegnet, die durch ihr Leben ausstrahlen, was der Glaube an Jesus Christus in der Gemeinschaft der Kirche an Zuversicht und Zufriedenheit schenkt, fühlt sich angezogen.
Schon mit solchen nachdenklichen und überzeugenden Erstkontakten kommt es zu ersten Glaubensschritten, aus denen ein weiterer Weg entstehen kann. Wer Fragen hat, sollte sich nicht scheuen, Christen anzusprechen und das Gespräch mit Seelsorgern aufzunehmen.
Wer Antworten sucht, für den gibt es seit den Tagen der frühen Kirche einen Weg der Vorbereitung auf die Taufe mit unterschiedlichen Phasen und Stufen. Keiner, der den Weg der Glaubens kennen lernen möchte, muss dabei allein sein. In einer kleinen Gruppe besteht die Möglichkeit, mit der Zeit immer tiefer in die Überzeugungen des christlich-kirchlichen Glaubens hineinzuwachsen.
Dabei zu spüren, dass der wachsende Glaube trägt und Gemeinschaft bewirkt, motiviert, im Sakrament der Taufe leibhaftig Gemeinschaft mit Jesus Christus zu finden. Wer von ihm ergriffen ist, möchte dies sichtbar machen in Gemeinschaft mit anderen, die ebenfalls von Christus ergriffen sind.
So wächst die Berufung zum Kirchesein. So entsteht die Bereitschaft zum Zeugnis für den Glauben in dieser Welt. So teilt sich eine innere Freude mit, in der Kirche leben und darstellen zu dürfen, was allen Menschen im Licht des Glaubens verheißen ist.
Wenn man Christ werden möchte ...
- spricht man am besten einen Christen an und sucht das Gespräch mit einem Seelsorger;
- nimmt man sich die Zeit, zu einer ersten und offenen Phase der Orientierung, in der das eigene Leben im Berührung kommt mit den Worten der Bibel;
- wird man danach in einem ersten Stufenritus feierlich in einen Prozess der Vorbereitung auf die Taufe (Katechumenat) aufgenommen; lernt man den Glauben der Kirche immer tiefer in der Ausrichtung am Kirchenjahr kennen;
- wird man in einer eigenen Feier (2. Stufenritus) vom Bischof zum Empfang der Eingliederungssakramente zugelassen;
- empfängt man in der Osternacht die Sakramente der Taufe, Firmung und Eucharistie;
- versucht man diese geschenkte Glaubens- und Lebensfülle aus den Sakramenten der Kirche immer wieder neu zu vertiefen, damit die gewachsene Identität im Glauben beständig bleibt.
Wer Christ werden und bleiben möchte, wird ermutigt durch die Glaubenserfahrung des Apostels Paulus:
"Nicht dass ich es schon erreicht hätte oder dass ich schon vollendet wäre. Aber ich strebe danach, es zu ergreifen, weil auch ich von Christus Jesus ergriffen worden bin." (Phil 3,12)
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Übersicht: Erwachsenentaufe - Bekenntnis zum Christsein
Glaubens-ABC: Taufe
Glaubens-ABC: Christwerden - Quelle des Glaubens
Medientipp:
Bistum Münster, Franz-Peter Tebartz-van Elst
Ratgeber - Noch nicht getauft?
Erwachsene auf dem Weg in die Kirche
Münster, Dialogverlag 2002
ISBN 978-3-937961-48-5
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DDr. Dieter Emeis
Was Getaufte glauben, leben, feiern
Münster, Dialogverlag 2007
ISBN: 978-3-937961-52-1
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Bistum Münster, Franz-Peter Tebartz-van Elst
Ratgeber: Diözesane Zulassungsfeier im Bistum Münster
"Erwachsene Taufbewerber begegnen dem Bischof"
ISBN 978-3-937961-02-6
Münster, Dialogverlag
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Mehr Informationen im Internet:
Text:
Franz-Peter Tebartz-van Elst | Foto: Michael Bönte
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