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Seite: Fragen + Glauben  >  Durch das Jahr  >  Schwienetüns: Ein Heiliger fürs Leben
26.02.2017
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Antonius
Heiliger Antonius in der Pestkapelle Schöppingen-Gemen

Antonius-Verehrung in Gemen

Ein Heiliger fürs Leben

Schöppingen-Gemen. Karfreitag und Ostern feiern die Gemener gleich zwei Mal: Die 330 Einwohner des Dorfes zwischen Schöppingen und Ahaus begehen den 16. Januar "wie einen Karfreitag", wie es in alten Chroniken heißt. Am Tag drauf ist es für sie Ostern, denn dann ist der Festtag des heiligen Antonius.

Der Mönch und Eremit aus der ägyptischen Wüste ist der Schutzpatron der Gemener, und sie haben eine lebendige Beziehung zu ihm; eine Beziehung mit Tradition, wie Hubert Wigger versichert. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes und auch politisch aktiv. Ganz selbstverständlich, denn ohne ehrenamtliches Engagement der Gemener läuft nichts, berichtet er. Auch nicht am 17. Januar, wenn das ganze Dorf auf den Beinen ist: Viele Berufstätige nehmen sich an diesem Tag frei. Die kleine Kirche wird festlich geschmückt, die Antonius-Statue aus der nahe gelegenen Pestkapelle in die Kirche gebracht.

Besuch aus Nachbarorten

Am Antonius-Tag finden gleich drei Gottesdienste statt, den Tag über ist eucharistische Anbetung. Priester der Umgebung gestalten die Feiern mit, aus Gemen stammende Missionare schreiben aus Anlass des Festes einen Brief, es kommen Gläubige aus den Nachbarorten, vor allem aus Heek.

Vor dem Festtag ist Fasttag, eben ein Bußtag wie der Karfreitag, den jeder persönlich gestaltet, wie der 70-Jährige erzählt. Doch danach steht Feiertagsessen auf dem Tisch.

Pestkapelle von 1636

Die Pestkapelle aus dem Jahr 1636 pflegen die neun Nachbarn, sie schmücken die Heiligenfigur mit Blumen und Kerzen, kümmern sich um die Außenanlagen. Für viele Menschen ist sie Anlaufpunkt bei Radtouren, sie halten an zum stillen Gebet, berichtet Wigger. Zum Dank für ein Ende der Pest während des Dreißigjährigen Krieges hatten die Gemener sie errichtet und versprochen, den Namenstag des Pestheiligen "für ewige Zeiten" in besonderer Weise zu begehen.

Doch dies ist viel mehr als nur Tradition, Antonius gehört zum Leben der Gemener: Vor Jahren erkrankte Hubert Wigger an Krebs. "Natürlich habe ich zum heiligen Antonius gebetet", sagt er. Er gilt als geheilt.

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Text: Norbert Göckener | Foto: Michael Bönte
05.01.2007

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