
- Die jetzige Festsetzung des Ostertermins wurde 325 vom Konzil von Nicäa beschlossen.
Terminprobleme…
Das "Schaukelfest" Ostern
Bistum. Wann ist Ostern? Irgendwann zwischen dem 22. März und dem 25. April. Dann feiern die Christen ihr wichtigstes Glaubensgeheimnis: die Auferstehung Jesu von den Toten. Es ist ein so genanntes "bewegliches" Fest wie andere von ihm abhängige im Kirchenjahr, die schon Martin Luther abfällig als "Schaukelfeste" bezeichnete und der für einen festen Termin votierte.
Schon die junge Kirche stritt um den besten Ostertermin. Der Liturgiereferent im Bischöflichen Generalvikariat in Münster, Pater Johannes Chrysostomus Ripplinger, spricht sich für einen festen Termin aus: Er verweist auf eine Erklärung des Zweiten Vatikanischen Konzils aus dem Jahr 1963 und macht deutlich, dass es darum gehen müsse, die einheitliche Festlegung in Gemeinschaft mit den übrigen christlichen Kirchen zu verwirklichen.
Gut für Ökumene
"Es täte der Ökumene gut und dem Auftreten der Christenheit insgesamt, wenn wir einen einheitlichen, festen Termin für das Osterfest hätten", so Ripplinger. Dadurch könne noch stärker ins Bewusstsein der Menschen dringen, dass es sich für die Christen bei Kreuzestod und Auferstehung Christi um geschichtliche Ereignisse und nicht um fromme Legenden handele.
"Gerade in Zeiten, in denen Wissenschaftler wie etwa Professor Lüdemann die Auferstehung abstreiten, ist es wichtig, eine solche Festsetzung zu schaffen", so der Benediktiner aus der Abtei Gerleve. Er legt allerdings großen Wert darauf, dass eine Festsetzung des Ostertermins im Einvernehmen mit den anderen christlichen Kirchen geschieht.
Konzil von Nicäa
Die jetzige Festsetzung des Ostertermins wird seit dem Jahr 325 praktiziert, erläutert Pater Johannes Chrysostomus. "Damals legte das Konzil von Nicäa fest, dass Ostern jeweils am Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond gefeiert wird." Die ersten Christen hatten das Osterfest zunächst noch am jüdischen Paschafest gefeiert.
Die Ursache für die Schwankungsbreite von fünf Wochen liegt darin, dass man sich bei dieser Festlegung nach dem Mondkalender und nicht wie sonst üblich nach dem Sonnenkalender richtet. Die Unterschiede zwischen dem Ostertermin der orthodoxen Kirchen und dem der übrigen rühren daher, dass die Ostkirchen die Gregorianische Kalenderreform von 1582 bezüglich des Ostertermins nicht mit vollzogen und Ostern noch immer nach dem Julianischen Kalender feiern, wodurch neben der Schwankungsbreite auch noch unterschiedliche Termine auftreten.
Unbewegliche Ostern
Der Benediktiner verweist darauf, dass Quellen belegen, dass trotz der Entscheidung des Konzils von Nicäa in Gallien noch verschiedene Bischöfe Ostern als unbewegliches Fest am 25. März feierten. 1923 machte der Fünfte Panorthodoxe Kongress die Aussage, dass er sich einer Festlegung des Ostertermins nicht widersetzen werde, wenngleich es nach dem Kongress Widerstand gegen die Übernahme des Gregorianischen Kalenders gab.
1931 regte der Völkerbund an, Ostern am Sonntag nach dem zweiten Samstag im April zu begehen. Und auch Papst Paul VI. schlug vor, Ostern ab 1977, als alle christlichen Osterfeste zeitlich zusammenfielen, auf den Sonntag nach dem zweiten Samstag im April zu legen.
Eine Vereinheitlichung und feste Terminierung hätte nicht nur für die Kirchen, sondern auch für Firmen, Schulen und die Verwaltung Vorteile. "Aus unserer Sicht könnte ein fester Termin helfen, dass sich das Osterfest und dessen Inhalt noch mehr ins Bewusstsein der Menschen einprägen", verdeutlicht Ripplinger.
Mehr zum Thema in kirchensite.de:
Kirche von A bis Z: Ostern
Durch das Jahr: Gottesdienste der Kar- und Ostertage
Durch das Jahr: Osterbräuche
Übersicht: Fastenzeit und Ostern
Text: Norbert Göckener | Fotos:
KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH
März 2003
Kirche von A bis Z
Vergänglichkeit allen Lebens: "Bedenke, Mensch, dass Du Staub bist und wieder zum Staube zurückkehrst."
Neues Seelsorgekonzept
Im Bistum Münster wird derzeit ein neuer Diözesanpastoralplan erstellt. Er soll Schwerpunkte der Seelsorge benennen. Ein erster Entwurf steht zum Herunterladen bereit.
Glaubenswissen
Berufung: Angenommen, Jesus würde heute durch die Straßen ihrer Stadt, ihres Ortes gehen und zu Ihnen sagen "Komm, folge mir nach!" - wie würden Sie reagieren?
Dossier Familie
Bei allen Schwierigkeiten der heutigen Zeit: Ehe und Familie sind keine Auslaufmodelle. Kirche macht sich an vielen Stellen dafür stark, ihre Rahmenbedingungen zu verbessern.
Kirchenmusik-Tagung
Mit der Zukunft der Kirchenmusik beschäftigte sich eine Fachtagung für Organisten und Chorleiter aus dem ganzen Bistum.
Reden über Gott und Welt
Am Mittwoch (15.02.2012) ist aus organisatorischen Gründen kein Gesprächspartner aus dem Haus der Seelsorge im Chat.
Bibelarbeiten
Die Bibelarbeiten befassen sich mit Schriftstellen aus dem Alten und Neuen Testament und eignen sich für die Gemeindearbeit und für die persönliche Auseinandersetzung mit der Heiligen Schrift.
Altbischof Kamphaus 80 Jahre
Als "Widersacher Roms", als frommer oder gar einsamer "Rebell" hat sich Franz Kamphaus nie gefühlt.
Service für Sie
Spruch des Tages
Reden, Fragen, Antworten finden
im "
Haus der Seelsorge" hat man ein offenes Ohr für Sie
Seelsorger im Februar:
Diakon Werner Fusenig
Seelsorger/-innen
Heiligenlexikon in "kirchensite.de"
im
Heiligenkalender können Sie nach Monaten blättern. Oder wählen Sie hier nach Buchstaben aus:
Kontakt
kirchensite-Redaktion:
redaktion
kirchensite.de
Lebenshilfe+Seelsorge:
Werner Fusenig
fusenig
kirchensite.de
Technik:
technik
dialogverlag.de












Newsticker für Ihr Web