Anzeige:
Werbung

kirchensite.de | Online mit dem Bistum Münster: Nachrichten aus der Kirche, katholischer Glaube, Spiritualität, Heiligenlexikon, Veranstaltungen, Seelsorge, Fürbitte, Bibelarbeiten, Dossiers.

. . . . .
Seite: Fragen + Glauben  >  Durch das Jahr  >  11. November: St. Martin
25.05.2012
Artikel drucken
Logo kirchensite.
Martinsumzug
In vielen Orten finden Martinsumzüge statt. Besonders fasziniert dieses Brauchtum die Kleinsten.

St. Martin:

Gänse, Pachtzahlungen, Lichterumzüge und Prinz Karneval

Bistum. Es kommt auf den Blickwinkel an: "Sankt Martin ist ein harter Mann für den, der nicht bezahlen kann." Der 11. November, der Martinstag, ist noch heute für viele Bauern der Tag der alljährlichen Pachtzahlungen. Die andere Sicht: Ein gutes Essen verbindet sich mit diesem Termin und so erhält der Heilige eine positive Deutung: "Sankt Martin ist ein guter Mann, er bringt die Bratgans uns heran."

Unübersehbar ist der Tag geprägt von Lichterumzügen der Kinder. Und nicht zuletzt im Auge des Narren: Der 11. 11. hat seinen Ursprung als Karnevalsauftakt vom Gedenken an den Heiligen, dessen Verehrung mehr als 1.600 Jahre alt ist.

Der Martinstag galt früher als Winteranfang und Tag der Zins- und Pachtzahlungen. Zu den fälligen Naturalabgaben gehörte auch die Martinsgans, die als Höhepunkt eines üppigen Festtagsessens verspeist wurde. In Gallien und auch in den Klöstern begann früher mit dem Martinstag die Adventszeit, die damals sechs Wochen dauerte und als Bußzeit mit dem Verzicht auf Fleischspeisen verbunden war.

Somit bot sich der Vorabend des Martinstages an, noch einmal richtig zuzulangen und zu feiern: der 11. 11. als Karnevalsbeginn, an dem heutzutage "Prinz Karneval" proklamiert wird. Erst später setzte sich die römische Gepflogenheit der vierwöchigen Adventszeit durch.

Von Gänsen verraten

Martin begegnet einem Bettler und teilt mit seinem Schwert seinen Mantel.

Die Lebensgeschichte des Heiligen ist turbulent: Er war Soldat, Priester, Einsiedler und dann Bischof. Um 316/17 in Pannonien im heutigen Ungarn geboren, trat er als 15jähriger passend zu seinem Namen "Martinus" - nach dem Kriegsgott Mars - in Pavia in die römische Armee ein. Er gehörte einer Eliteeinheit an, die in Gallien eingesetzt war.

Dort spielte sich im Jahr 334 in Amiens der Legende nach jene Szene ab, die alljährlich bei den Martinszügen ihre Wiederholung findet: In einem strengen Winter begegnete er einem armen, unbekleideten Bettler, der um Hilfe bat. Martin teilte mit dem Schwert seinen Mantel und gab dem Frierenden eine Hälfte. In der Nacht darauf, so will es die Legende, sah der Heilige im Traum Christus bekleidet mit dem Mantelstück.

Martin ließ sich taufen. Er wurde Priester und zog sich als Einsiedler zurück, gründete später ein Kloster. Im Jahr 371 wurde er vom Volk zum Bischof von Tours ausgerufen. Damit verbunden ist die legendenhafte Erzählung, dass Martin sich in einem Gänsestall versteckte, um so diesem Amt zu entgehen, doch das Geschnatter des Federviehs verriet ihn.

Martin, der 397 starb, muss ein überzeugender und glaubwürdiger Bischof gewesen sein; er hinterließ nachhaltigen Eindruck, der so stark war, dass der Frankenkönig Chlodwig ihn nur gut 100 Jahre nach seinem Tod zum "Nationalheiligen" seines Reiches erkor.

Am Niederrhein ist das Martinsbrauchtum sehr lebendig, dort wird neben dem bekannten Umzug auch in vielen Gemeinden der "Stille Martinszug der Caritas" praktiziert. Viele Gemeindemitglieder legen in der Zeit vom 11. bis 19. November Lebensmittel- und Geldspenden zu Füßen einer Martinsstatue nieder, die dann für Bedürftige verwendet werden.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Durch das Jahr
  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterkirchensite.de-Heiligenkalender: Heiliger Martin
  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche von A bis Z: Sankt Martin
  3. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDurch das Jahr: Am Martinstag die Gänse verlieren ihren Kopf
  4. Öffnet externen Link in neuem FensterGotisches Altar-Relief im Xantener Dom
  5. Öffnet externen Link in neuem FensterHeiliger Martin: Den Bedürftigen geben
  6. Öffnet externen Link in neuem FensterSchon gewusst? - Martin und Karneval
  7. Öffnet externen Link in neuem FensterStolzer Reiter hoch zu Ross

Mehr zum Thema im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.heiliger-martin.de
  2. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.religioeses-brauchtum.de

Text: Norbert Göckener | Foto: Michael Bönte, Öffnet externen Link in neuem FensterKNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH
10.11.02

Mittwoch ist Chatzeit

Am Mittwoch zwischen 20.30 und 21.30 Uhr im Chat: Diakon Daniel Kotara.

Kirche von A bis Z

Marienerscheinung: Mittlerrolle der Mutter Jesu

Mit der Bibel leben

Ich bin das A und O.

Marienmonat

Als schönster Monat des Jahres soll der Mai der "schönsten aller Frauen" geweiht sein. Maialtäre und Maiandachten entstammen einer barocken Frömmigkeitstradition.

Glaubens-ABC

Marienverehrung: Magd des Herrn

Geistlicher Impuls

"Gehet hin in Frieden!"

Heiligenlexikon

30. Mai: Heilige Johanna von Orléans.

Heilige und Selige

Das Bistum Münster kann auf viele Frauen und Männer zurückblicken, die ein herausragendes Zeugnis für den christlichen Glauben abgelegt haben.

Dossier: Maria

Maria ist die Mutter Jesu Christi - und hat daher eine besondere Stellung im christlichen Glauben.

Bibelarbeit

Unterwegs nach Emmaus: Kleopas und sein Freund.

Wohnungsnotfallhilfe

In einer Wohnung oder einem Haus zu wohnen, ist für Jeden selbstverständlich und lebensnotwendig.

Landvolkshochschule

Mit einem Festakt wurde der langjährige Direktor der Landvolkshochschule "Schorlemer Alst", Johannes K. Rücker, in den Ruhestand verabschiedet.

Neues Seelsorgekonzept

Im Bistum Münster wird derzeit ein neuer Diözesanpastoralplan erstellt. Er soll Schwerpunkte der Seelsorge benennen. Ein erster Entwurf steht zum Herunterladen bereit.

Wir beten für Sie!

KLOSTERFÜRBITTE im Monat Mai: St.-Franziskus-Haus in Nordwalde.

Durch das Jahr

Liturgie und Brauchtum zu Pfingsten: Ein wenig Geist und viel Frühling.

Das aktuelle VIDEO...

Grüße vom Katholikentag (1): Aufbruch gelingt ...

Bischof Felix Genn

Sein Leben – sein Wirken – seine Texte.

Service für Sie

RSS-Feed Topnews

Öffnet internen Link im aktuellen FensterNewsticker für Ihr Web

Spruch des Tages

Es ist schön, den Augen dessen zu begegnen, den man soeben beschenkt hat.
Jean de la Bruyére

Reden, Fragen, Antworten finden

im "Haus der Seelsorge" hat man ein offenes Ohr für Sie


Seelsorger im Mai:
Pfarrer Martin Weber.

Seelsorger/-innen

Haus der SeelsorgeHaus der Seelsorge

Heiligenlexikon in "kirchensite.de"

im Heiligenkalender können Sie nach Monaten blättern. Oder wählen Sie hier nach Buchstaben aus:

 

Kontakt

  kirchensite-Redaktion:
  redaktionkirchensite.de

  Lebenshilfe+Seelsorge: 
  Martin Weber
  weberkirchensite.de

  Technik:
  technikdialogverlag.de

Dialogversand