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Seite: Fragen + Glauben  >  Durch das Jahr  >  17. März - Heilige Gertrud
28.04.2017
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Heilige Gertrud
Sankt Gertrud (Statue aus dem 18. Jahrhundert) war Äbtissin im Kloster der wallonischen Stadt Nivelles.

Am 17. März ist das Fest der heiligen Gertrud von Nivelles

Patronin der Gärtner und Gemüsezüchter

Ihre Fürsprache soll Ratten und Mäuse fernhalten, Gärtner, Pilger, Arme und Witwen verehren sie als Patronin: Gertrud von Nivelles (629-659) gehörte zu den populärsten Heiligen des Mittelalters. In diesem Jahr gedenken viele ihres 1350. Todestages.

Jahr für Jahr erinnert im Frühherbst eine große Prozession in Nivelles, südlich von Brüssel, an die heilige Gertrud, die bedeutende Ordensfrau der Merowingerzeit. Eigentlich ist der 17. März ihr Gedenktag, doch da Sankt Michael als Stadtpatron von Nivelles verehrt wird, verband man seit dem 13. Jahrhundert beide Gedenkanliegen zum großen Festumzug am Michaelstag (29. September) oder am darauf folgenden Sonntag.

Sechs schwere Kaltblüter ziehen dann auch heute noch einen alten Wagen aus dem 15. Jahrhundert mit dem prächtigen, goldenen Gertrud-Schrein, einer Nachbildung des gotischen Originals, das dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer fiel. Voran trabt eine Reitergruppe mit Fanfaren, es folgen Geistliche, Gläubige und Vertreter der Stadt, Pilger von nah und fern. Und immer wieder Musikkapellen und Leute mit Fahnen und Holzstäben in den Stadtfarben rosa, weiß und blau.

Gut 14 Kilometer liegen vor ihnen, ein Pilgerweg durch Wald und Flur, vorbei an kleinen Feldaltären, Wegebildern und Bauernhöfen. – Es wird erzählt, dass Gertrud oft diese Strecke gegangen sei, wenn sie ihre Abtei inspizierte, das Pilgerhaus oder das klostereigene Spital. Immer wieder preisen die Gläubigen, die dem Schrein folgen, in Liedern die große Heilige der Stadt, deren Vita ein Mönch schon im frühen Mittelalter aufgeschrieben hat.

Gertrud wurde 629 als Tochter von Itta (Iduberga) von Nivelles und Pippin I. dem Älteren, dem fränkischen Hausmeier und Berater Dagoberts I., geboren. Die standesgemäße Hochzeit mit einem fränkischen Edelmann lehnte sie schon als junges Mädchen ab und trat stattdessen in das von ihrer Mutter gegründete Kloster Nivelles ein.

Nach dem Tod ihrer Mutter wählte man Gertrud 652 dort zur Äbtissin. Sie galt als hoch gebildete und belesene Frau und ließ sich des Öfteren geistliche Literatur aus Rom kommen, um in ihrem Kloster eine Bibliothek einzurichten. Zudem lud sie irische Mönche nach Nivelles ein, die den Schwestern die Heilige Schrift auslegten.

Gertrud zeichnete sich durch große Nächstenliebe aus, engagierte sich für die Armen und pflegte Kranke. Ihr großer Einsatz zehrte an ihrer Gesundheit; im Alter von nur 30 Jahren starb sie am 17. März 659. Beigesetzt wurde sie in ihrem Kloster in Nivelles.

Ihr Gedenktag, der 17. März, markierte früher den Beginn der ländlichen Frühjahrsarbeit, weswegen man Gertrud von Nivelles als Frühlingsbotin, "erste Gärtnerin" oder "Sommerbraut" betrachtete. An diesem Tag endete dann auch die Spinnstubenzeit, die Feld- und Gartenarbeit begann. Zahlreiche Bauernregeln für diesen Tag weisen darauf hin.

Die Bauernregel "Gertrud mit der Maus treibt die Spinnerinnen raus" beruht darauf, dass Gertrud einer Legende nach ihr Land durch ihr Gebet von einer Ratten- und Mäuseplage befreit und damit die Ernte gerettet habe. – In der Ikonografie wird die heilige Gertrud daher oft als Äbtissin dargestellt, an deren Habit oder an deren Äbtissinnen-Stab kleine Mäuse emporklettern.

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Text: Dieter Lammerding | Foto: Dieter Lammerding in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
17.03.2009

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