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Seite: Fragen + Glauben  >  Durch das Jahr  >  Erntedank: Dank für die Früchte der Erde und der menschlichen Arbeit
23.07.2016
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Erntedank
Zum Erntedankfest werden viele Kirchen mit Obst, Getreide und Gemüse geschmückt.

Erntedank:

Dank für die Früchte der Erde und der menschlichen Arbeit

Streng genommen war ein Erntedankfest der Anlass für den ersten Mord: Kain und Abel brachten Gott von den Erträgen ihrer landwirtschaftlichen Arbeit ein Opfer dar. Und weil Gott das Opfer des Abel sah, Kain aber mit seinen "Früchten des Feldes" nicht beachtete, erschlug dieser im Zorn seinen Bruder.

Nichtsdestotrotz feiern Menschen in landwirtschaftlich geprägten Gegenden alljährlich im Herbst Erntedank. Seit 1972 ist dies für die katholische Kirche in Deutschland der erste Oktobersonntag. Erntekranz oder -krone, mit Obst, Getreide und Gemüse geschmückte Kirchen gehören zum Bestandteil dieser Feiern.

In vielen Gemeinden Erntedankmessen

Landwirtschaftliche Gruppen wie die Katholische Landvolk-, Landfrauen- und Landjugend-Bewegung gestalten in vielen Gemeinden Erntedankmessen. Erntegaben werden in der Messe zum Altar gebracht. Es finden Solidaritätsaktionen für Menschen in Hungerländern statt.

Noch vor einigen Jahrzehnten hatte das Erntedankfest eine erheblich stärkere Bedeutung für die Menschen: die Abhängigkeit von Wind und Wetter, von der Beschaffenheit des Bodens, der Leistungsfähigkeit des Nutzviehs, die Angst vor Seuchen und Naturkatastrophen war größer – sie war existenziell.

Immer weniger Beschäftigte in der Landwirtschaft

Die Maschinisierung der Landwirtschaft, Fortschritte in Züchtung und Tiermedizin, neue Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmittel haben das Bild der Landwirtschaft und den Berufszweig des Bauern grundlegend verändert. Immer weniger Beschäftigte in der Landwirtschaft produzieren immer mehr Lebensmittel – zu immer geringeren Preisen. Die Globalisierung macht es zudem möglich, dass Südfrüchte nichts Exotisches mehr an sich haben und das ganze Jahr für nahezu alle Produkte Saison ist.

Obgleich die Christen im Vaterunser um "tägliche Brot" beten, geht so das Bewusstsein für dessen Wert vielfach verloren. "Einer Zeit, in der die ökonomische Betrachtungsweise dieser Welt immer mehr durch die ökologische ergänzt wird, täte eine Rückbesinnung auf die Abhängigkeit von der Natur und auf die notwendige Dankbarkeit gegenüber Gott gut. Das Erntedankfest ist ein Gradmesser für dieses gesellschaftliche Bewusstsein", schreibt der Theologe und Volkskundler Manfred Becker-Huberti.

Regionale und saisonale Produkte

Die Bewahrung der Schöpfung – diesem Leitgedanken fühlen sich immer mehr Christen verpflichtet. Ihr Anliegen ist es, die Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft zu fördern. Gleichzeitig regen sie an, dass Konsumenten regionale und saisonale Produkte kaufen. In dieser Weise bekommt das Erntedankfest wieder eine existenzielle Bedeutung.

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