
- Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Dreifaltigkeitssonntag
Ein Gott in drei Personen
Der Sonntag nach Pfingsten wird in der katholischen und evangelischen Kirche Dreifaltigkeitssonntag genannt. Mit ihm endet in der katholischen Kirche die österliche Festzeit und die Reihe der "normalen" Sonntage wird fortgesetzt.
Das Hochfest wurde im Jahr 1334 unter Papst Johannes XXII. für die ganze Kirche eingeführt und der Verehrung der Heiligen Dreifaltigkeit gewidmet. Der Ursprung ist dabei kein Ereignis aus dem Leben Jesu, sondern die Glaubenslehre von der Seinsweise des einen Gottes in drei Personen.
Aussagen im Evangelium
Die Lehre über die Dreifaltigkeit Gottes geht auf verschiedene Aussagen Jesu über sich, den Vater und den Heiligen Geist zurück. So wird beispielsweise im Johannesevangelium vom Abschiedsgebet Jesu berichtet: "Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast" (Joh 17,21).
Der auferstandene Jesus gibt seinen Jüngern eine Sendung mit auf den Weg: "Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt." (Mt 28,19-20)
Glaubensbekenntnis und Kreuzzeichen
In diesen Worten wird deutlich, dass Jesus auch nach seinem Tod und der Auferstehung seine Jünger nicht im Stich lässt. Er ist bei ihnen durch die Sendung des Heiligen Geistes am Pfingstfest. Hierin liegt auch das Kreuzzeichen begründet, dass die Christen an ihre Taufe erinnert. Ebenso bekennen die Christen im Glaubensbekenntnis den Glauben an den Vater, den einen Herrn Jesus Christus und den Heiligen Geist.
Paulus schreibt im Korintherbrief, dass sich niemand zu Jesus Christus bekennen kann ohne den Heiligen Geist (1 Kor 12,3). Und dennoch bleibt dieser "Gott in drei Personen" ein tiefes Geheimnis, dem man sich nur mit gläubigem Herzen nähern kann. Vergleichbar ist es vielleicht mit dem Gefühl des Verliebtseins. Verliebte kennen das Gefühl, das einen überkommt, wenn der Partner nicht in der Nähe ist. Auch wenn eine räumliche Trennung da ist, fühlen sich die Paare einander nahe und wissen um den anderen. Sie sind ein "Herz und eine Seele".
Präfation von der Heiligsten Dreifaltigkeit:
In Wahrheit ist es würdig und recht, Dir Heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott, immer und überall zu danken. Mit Deinem Eingeborenen Sohn und dem Heiligen Geist bist Du der eine Gott und der eine Herr, nicht in der Einzigkeit einer Person, sondern in den drei Personen des einen göttlichen Wesens. Was wir auf Deine Offenbarung hin von Deiner Herrlichkeit glauben, das bekennen wir ohne Unterschied von Deinem Sohn, das bekennen wir vom Heiligen Geiste. So beten wir an im Lobpreis des wahren und ewigen Gottes die Sonderheit in den Personen, die Einheit im Wesen und die gleiche Fülle in der Herrlichkeit. Dich loben die Engel und Erzengel, die Kerubim und Serafim. Wie aus einem Mund preisen sie Dich Tag um Tag und singen auf ewig das Lob Deiner Herlichkeit: Heilig, Heilig, Heilig ...
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Text: Petra Helmers | Foto: Michael Bönte
25.08.2011
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