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Seite: Fragen + Glauben  >  Durch das Jahr  >  Heiliger Blasius - 3. Februar
10.02.2012
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Blasius
Der heilige Blasius wird zu den so genannten Nothelfern gezählt.

Heiliger Blasius (3. Februar):

Nach 1.700 Jahren ist sein Segen noch immer begehrt

Bistum. Eine Mutter eilte mit ihrem Sohn in den Armen zum Kerker. Sie bat den dort einsitzenden Arzt und Bischof Blasius um Heilung des Jungen, denn er hatte eine Fischgräte verschluckt und drohte zu ersticken. Durch Gebet und sein Eingreifen heilte Blasius den Jungen. So will es die Legende.

Nur wenig ist von dem Bischof des armenischen Sebaste bekannt; nach grausamer Folter - man zerfleischte ihn mit eisernen Kämmen - soll er um 316 enthauptet worden sein. Seine Verehrung ist dennoch ungebrochen, mehr noch: Er wird zu den 14 "Nothelfern" gezählt: Nach den Messen am Lichtmesstag und am darauf folgenden Festtag des Heiligen (3. Februar) erbitten viele Gläubige den nach dem Heiligen der jungen Kirche benannten Segen.

"Auf die Fürsprache des heiligen Bischofs und Märtyrers Blasius bewahre Dich der Herr vor Halskrankheiten und allem Bösen. Es segne Dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist." So heißt die bekannteste Segensformel, die der Priester spricht, während er mit zwei gekreuzten Kerzen vor dem Gläubigen steht.

Alternativformeln lauten: "Der allmächtige Gott schenke Dir Gesundheit und Heil. Er segne Dich auf die Fürsprache des heiligen Blasius durch Christus, unseren Herrn." Und: "Der Herr behüte dein Leben. Auf die Fürsprache des heiligen Blasius segne Dich der allmächtige Gott." Der Segensempfänger antwortet darauf jeweils mit "Amen". Seit weit mehr als 300 Jahren wird der Segen in der katholischen Kirche in dieser Weise gespendet.

Nach den Messen am Lichtmesstag und am 3. Februar erbitten viele Gläubige den Blasiussegen.

"Bischof mit dem erbarmenden Herzen" wurde der Heilige genannt, was von großer Beliebtheit beim Volk zeugt. Er lebte in den Zeiten der grausamen Christenverfolgung des dritten und vierten Jahrhunderts. So wenig, wie über sein Leben bekannt ist, so zahlreich sind die frommen Erzählungen, die sich um ihn ranken.

Die bildende Kunst zeugt davon. So wird er als Bischof mit brennenden Kerzen gezeigt, in der Form also, wie der Blasiussegen gespendet wird. Die Legende berichtet, dass eine Frau ihm Nahrung und Licht in den Kerker gebracht habe. Andere Bilder zeigen ihn von Tieren umgeben in der Einsamkeit des Waldes, wie derartiges aus der Zeit seiner Verfolgung geschildert wird.

Andere Illustrationen bilden Blasius mit einem Schweinskopf in der Hand ab: Er soll der Legende nach bewirkt haben, dass eine arme Frau ihr Schwein, das ein Wolf geraubt hatte, zurückerhielt.

Bis in diese Tage ist seine Erinnerung durch den Blasiussegen erhalten. Scherzhaft sprachen früher sogar einige deshalb vom "achten Sakrament". Steckt dahinter nicht eine Art "magischer" Religiosität? "Blasius ist kein Zauberer, der Halsleiden verschwinden lässt und Krankenkassen und Ärzte überflüssig macht. Der Blasiussegen macht vielmehr deutlich, dass die Erlösung, die uns Gott verspricht, Leib und Seele meint", verdeutlicht der münsterische Dompropst Josef Alfers.

Der Segen könne helfen, sein Leben als Geschenk Gottes anzunehmen, "auch dann noch, wenn gesundheitliche Probleme und Altersbeschwerden plagen". Nicht zuletzt konfrontiere er die Gläubigen mit der Frage, wie sie mit ihrer Gesundheit umgehen.

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Text: Norbert Göckener, Januar 03 / Fotos: Öffnet externen Link in neuem FensterKNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH
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