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Seite: Fragen + Glauben  >  Durch das Jahr  >  Adventliche Ikone: Maria des Zeichens
22.08.2017
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Maria des Zeichens
"Die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären."

Adventliche Ikone:

"Maria des Zeichens"

Eine ungewöhnliche Mariendarstellung: Bei dieser Ikone (gemalt von der münsterschen Clemensschwester Dorothee) hat Maria nicht das Jesuskind auf dem Arm. Das Kind scheint wie in einem Medaillon in ihr zu ruhen. Maria wird dargestellt als eine, die sich öffnet. Vielleicht ist auch ein Staunen erkennbar: "Wie kann etwas in mir sein, das viel größer ist als ich?!"

Das biblische Urbild für diese adventliche Ikone mit dem Namen "Maria des Zeichens" findet sich bei Jesaja (7,14): "Die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären, sein Name wird sein Emmanuel, Gott mit uns." Dieser segnende Emmanuel ist der Mittelpunkt des Bildes und auch des Lebens Mariens. Sie breitet die Arme aus in der so genannten Orantenhaltung, wie sie der Priester etwa im Gottesdienst praktiziert: Es ist eine Geste vorbehaltloser Offenheit, aber auch der Hingabe.

Die Ikone zeigt: Gott wohnt in Maria, und sie ist damit der neue Tempel.

So ist die "Maria des Zeichens" eine Verkörperung der ungeteilten Hingabe. Sie selbst bezeichnet sich als Magd, die in aller Freiheit den Willen Gottes tun will. Das kann nur, wer an einen menschenliebenden, freundlichen und gütigen Gott glaubt. Die Ikone zeigt: Gott wohnt in Maria, und sie ist damit der neue Tempel. Beim Propheten Zefanja (3,17) heißt es: "Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte." Paulus (Gal 2,20) sagt später: "Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir!"

Der mittelalterliche Mystiker Johannes Tauler hat von einer dreifachen Gottesgeburt gesprochen: Von der Geburt des Sohnes "aus dem Vater vor aller Zeit", wie es im Glaubensbekenntnis heißt.  Von der Geburt Jesu in Betlehem. Und die dritte Geburt: Die Gottesgeburt in der Seele.

Oder – wie es ein anderer gesagt hat: "Die größte Überraschung ist es aber, Gott in uns selbst zu begegnen." 

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Text: Norbert Göckener | Foto: Clemensschwester Münster
05.12.2007

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