
- Der Schrein des heiligen Viktors im St.-Viktor-Dom in Xanten.
Wallfahrtsorte im Bistum Münster
Xanten: St. Viktor
Der spätromanische und gotische Kirchbau des Xantener St.-Viktor-Domes entstand über dem Doppelgrab zweier Männer, die als Heiliger Viktor und einer seiner Gefährten verehrt werden.
Nach der Legende gehörten der Heilige Viktor und seine Gefährten zur Thebäischen Legion, die sich der Anordnung Kaiser Maximians, den römischen Göttern zu opfern, widersetzte und dafür den Märtyrertod starb.
1937 wurde dem Xantener St.-Viktor-Dom durch Papst Pius XI. der Titel "Basilica minor" verliehen.
Erste Gedenkstätte entstand Ende des 4. Jahrhunderts
Ärchäologisch lässt sich nachweisen, dass das Grab der beiden Männer auch schon in früheren Jahrhunderten verehrt wurde. Ein Holzbau, der als erste Gedenkstätte diente, bestand schon Ende des 4. Jahrhunderts.
Auf Veranlassung der Heiligen Helena, der Mutter des Kaisers Konstantin, soll über dem Grab die erste Stiftskirche gegründet worden sein, auf deren Fundament dann zwischen dem 12. und dem 16. Jahrhundert der heutige Dom gebaut wurde.
Märtyrer der Nazi-Zeit
Im frühen Mittelalter glaubte man bereits, die Gebeine des Heiligen Viktors gefunden zu haben, letztlich fand man die echten Gebeine erst bei einer Grabung im Jahre 1933.
Seit 1966 befinden sich in der Erweiterung der Krypta auch die sterblichen Überreste des seligen Karl Leisners, Gerhard Storm und Heinz Bello, die während der Nationalsozialistischen Dikatur für ihren Glauben starben.
So entstand neben dem Grabmahl des Heiligen Viktors auch eine Mahn- und Sühnestätte für die Opfer des Dritten Reiches.
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Katholische Propsteigemeinde St. Viktor, Xanten
Bistumshandbuch: Heiliger Viktor von Xanten
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kirchensite.de-Heiligenkalender: Heiliger Viktor und Gefährten
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Text: Michael Bönte | Foto: Archiv
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