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Seite: Bistumshandbuch  >  T  >  Bistumshandbuch: Porträt von Twickel
29.03.2017
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von Twickel
Mehr als 25 Jahre war von Twickel Bischöflicher Offizial für den oldenburgischen Teil des Bistums Münster.

Weihbischof em. Max-Georg Freiherr von Twickel

Kein Oldenburger von Natur, aber von Struktur

Auch ein technischer Beruf oder der diplomatische Dienst waren in der Wahl, erinnert sich Weihbischof Max Georg Freiherr von Twickel. Mehr als 25 Jahre war er Bischöflicher Offizial für den oldenburgischen Teil des Bistums Münster. Dass 1945 nach der Rückkehr aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft seine Entscheidung für den Priesterberuf fiel, führt von Twickel auch auf den Geist seines Elternhauses zurück, der immer durch "eine große Hochachtung vor dem Priesterstand und eine selbstverständliche Verbundenheit mit der Kirche" bestimmt war.

"Ein Jahr und tot ist er…!" Diese wenig verheißungsvolle und längst widerlegte Prognose stellte ein alter Päpstlicher Geheimkämmerer im Generalvikariat Münster, als im September 1970 die Nachricht umging, der gerade 44-jährige Pfarrer und Dechant des Dekanates Lüdinghausen werde neuer Offizial für den oldenburgischen Teil des Bistums Münster in Vechta. Während im Dekanat Lüdinghausen damals die Freude über die ehrenvolle Berufung des Dechanten von Twickel durch das Bedauern über den Verlust des beliebten Seelsorgers getrübt wurde, bereiteten die Katholiken des Oldenburgischen Landes ihrem neuen Offizial am 25. Oktober 1970 in Vechta einen herzlichen Empfang.

Mut zum Wandel

Von Twickel sei gerade konservativ genug, um zu wissen, was es zu wahren gelte, besitze aber auch gleichzeitig den Mut, einen notwendigen Wandel herbeizuführen, erklärte der damalige Bischof Heinrich Tenhumberg anlässlich der Amteinführung des Offizials. Zwar sei der Westfale von Twickel kein Oldenburger von Natur, wie Tenhumberg einräumte, so doch von Struktur. Und so viele Unterschiede zwischen seiner westfälischen Heimat und dem Oldenburger Münsterland gebe es hinsichtlich Land und Leuten auch gar nicht, meint Weihbischof von Twickel nach 25-jähriger Amtszeit als Offizial in Vechta.

Weihbischof von Twickel bei einem Pontifikalamt im St.-Paulus-Dom.

Als erster Amtsinhaber in der chronologischen Reihe der elf Vechtaer Offiziale seit 1831 empfing von Twickel im Februar 1973 die Bischofsweihe. Für die Katholiken des Oldenburger Landes ging damit ein alter Traum in Erfüllung.Kein Freund spektakulärer öffentlicher Auftritte, bevorzugte von Twickel auch in der Leitung der Dienstgemeinschaft seiner kirchlichen Oberbehörde, dem Bischöflichen Offizialat in Vechta, sowie in der Zusammenarbeit mit den Gremien zur Mitbestimmung der Laien in der Kirche einen eher geräuscharmen, kooperativen Führungsstil.

Führte der Doppelcharakter seines Amtes, Regionalbischof für Oldenburg einerseits und Verwaltungschef im Sinne eines Generalvikars andererseits, auch zu vielfachen Belastungen, so ist er stets der Seelsorger geblieben, der sich auf seinen Firmungs- und Visitationsreisen durch die Gemeinden des Oldenburger Landes ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Menschen bewahrt hat.

Dank seines Kontaktes zu Land und Leuten und nicht zuletzt durch ein ausgeprägtes historisches Interesse hat er in seiner mehr als 25-jährigen Amtszeit als Offizial in Vechta umfassende Kenntnisse und einen reichen Erfahrungsschatz gewonnen über die kirchlich-gesellschaftlichen Verhältnisse nicht allein im eigenen Offizialatsbezirk Oldenburg.Im August 2001 endete die Amtszeit Weihbischofs Max Georg Freiherr von Twickel – sein direkter Nachfolger seit September 2001 ist Heinrich Timmerevers.

Publikation: Frhr. von Twickel, Dr. Max Georg: Überblick zur katholischen Kirchensgeschichte im früheren Niederstift Münster und im heutigen Offizialatsbezirk Oldenburg bis in die Gegenwart, Isenssee Verlag Oldenburg, II. Auflage, 2001.

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  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterLebenslauf: Weihbischof em. Max-Georg Freiherr von Twickel

Text: pd | Fotos: Michael Bönte
Januar 2009

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