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25.06.2017
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Darstellung der heiligen Edith Stein in der Ludgerikirche in Münster.

Vom jüdischen Glauben zum Christentum

Heilige Edith Stein

Edith Stein wurde am 12. Oktober 1891 als jüngstes von elf Kindern in Breslau geboren. Sie studierte in Göttingen und Freiburg Germanistik, Geschichte und Psychologie.

Bereits in dieser Zeit hatte die Jüdin erste Begegnungen mit dem Christentum. In der Lebensgeschichte von Theresa von Avila entdeckte sie schließlich ihr eigenes Schicksal wieder, so dass der Glauben an Gott immer mehr in den Vordergrund des Denkens trat.

1922 Taufe

Als sie am 1. Januar 1922 feierlich die Taufe empfing, entschloss sie sich gleichzeitig, ihr künftiges Leben ganz Gott zu weihen. Edith Stein fand bei den Dominikanerinnen in Speyer eine Stelle als Lehrerin. Ihr Wunsch, in den Karmel einzutreten, wurde immer dringender, aber mehrmals abgelehnt.

Nach Lehrtätigkeit als Gymnasiallehrerin in Speyer und als Dozentin am Deutschen Institut für wissenschaftliche Pädagogik in Münster trat sie mit 42 Jahren in den Kölner Karmel ein und hörte von nun an auf den Ordensnamen Teresia Benedicta a cruce.

Tod in Auschwitz

Darstellung von Edith Stein in der Frauenstraße in Münster.

Nach der Reichspogromnacht brachte man sie zu ihrer Sicherheit in den Karmel nach Echt in Holland. Mit der Besetzung Hollands durch die Deutschen entstand aber auch für Edith Stein die Situation der Verfolgung. Am 2. August 1942 wurde sie von der SS abgeholt und nach Auschwitz-Birkenau gebracht. Hier wurde sie am 9. August 1942 als Märtyrerin für ihr Volk und ihren Glauben getötet.

Gedenktag: 9. August

Tagesgebet zum Gedenktag (Gotteslob Nr. 908):
Gott unser Vater, du hast die heilige Märtyrin Edith Stein, Teresia Benedicta, zur Erkenntnis deines gekreuzigten Sohnes geführt und in seine Nachfolge bis zum Tod gerufen. Auf ihre Fürsprache lass alle Menschen im Gekreuzigten den Erlöser erkennen und durch ihn zur Schau der Herrlichkeit gelangen. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn. Amen

Lebensdaten von Edith Stein:

  • 12. Oktober 1891: geboren in Breslau.
  • 1908-1911: Besuch des Obergymnasiums der Victoria-Schule Breslau.
  • 1911: Abitur
  • 1911-1913: Studium der Psychologie, Philosophie, Germanistik und Geschichte an der Universität Breslau.
  • 1913-1915: Fortsetzung der Studien an der Universität Göttingen; Begegnung mit Edmund Husserl.
  • Januar 1915: Staatsexamen mit Auszeichnung / pro facultate docendi in philosophischer Propädeutik, Geschichte und Deutsch.
  • 1915: Freiwilliger Rote-Kreuz-Dienst im Seuchenlazarett in Mährisch-Weißkirchen.
  • 1915: Kurze Lehrtätigkeit im Breslauer Schuldienst.
  • 3. August 1916: Promotion zum Dr. phil. an der Universität Freiburg.
  • 1916-1918: Privatassistentin ihres Lehrers Edmund Husserl in Freiburg.
  • 1919-1923: Freie wissenschaftliche Arbeit in Breslau. Vergebliche Versuche zur Habilitation an einer deutschen Universität.
  • 1. Januar 1922: Taufe in der St.-Martin-Kirche in Bergzabern/Pfalz und Aufnahme in die katholische Kirche.
  • 1923-1931: Lehrerin in St. Magdalena in Speyer.
  • 1932-1933: Dozentin am Deutschen Institut für wissenschaftliche Pädagogik in Münster.
  • 1928-1932: Vortragstätigkeit auf pädagogischen Studientagen und Kongressen im In- und Ausland (Wien, Salzburg, Basel, Zürich, Essen, Aachen, Ludwigshafen, Paris, Münster, Bendorf).
  • April 1933: Ende der Dozententätigkeit auf Druck der NSDAP.
  • 14. Oktober 1933: Eintritt in den Kölner Karmel.
  • 15. April 1934: Einkleidung, bei der sie den Namen "Teresia Benedicta a cruce" wählt.
  • 21. April 1935: Profess der zeitlichen Gelübde für drei Jahre.
  • 21. April 1938: Ewige Profess.
  • 1. Mai 1938: Überreichung des schwarzen Schleiers durch Weihbischof Dr. Stockums.
  • 31. Dezember 1938: Abschied vom Kölner Karmel und Übersiedlung in den Karmel Echt in den Niederlanden.
  • 2. August 1942: Verhaftung durch die Gestapo und Internierung im Sammellager Westerbork in den Niederlanden.
  • 7. August 1942: Deportation nach Auschwitz zusammen mit ihrer leiblichen Schwester Rosa.
  • 9. August 1942: Tod durch Vergasung in Auschwitz.
  • 4. Januar 1962: Eröffnung des Seligsprechungsprozesses in Köln.
  • 1. Mai 1987: Seligsprechung Edith Steins in Köln durch Papst Johannes Paul II.
  • 11. Oktober 1998: Heiligsprechung durch Papst Johannes Paul II.

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Text: Anselm Thissen | Foto: Norbert Göckener
März 2002

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