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27.04.2017
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Weihbischof Franz-Josef Overbeck.
Weihbischof Franz-Josef Overbeck.

Weihbischof Franz-Josef Overbeck

Eindeutig und glaubwürdig

Bei Weihbischof Franz-Josef Overbeck weiß man, wo man dran ist. Er ist ein Mann klarer Worte, aber auch eines eindeutigen Lebensstils.

Er wünsche sich Menschen im Dienst der Kirche, die "nicht nur fühlen, sondern auch denken" können. Geistliche und praktische pastorale Eignung sei ebenso unverzichtbar wie die Fähigkeit und Bereitschaft zu theologischer Reflexion und schlicht "Liebe zur Kirche". – Das formulierte der Priester 2003 bei einer Konferenz der Beauftragten für die Berufungspastoral.

Ein Römer

Rom hat den neuen Weihbischof geprägt. In der Ewigen Stadt studierte er Theologie. "Römer bleibt man Zeit seines Lebens", erklärte er einmal. In Rom war der gebürtige Marler mit Katholiken aller Herren Länder zusammengekommen. Er erlebte dort "eine verdichtete Form von Katholizismus", was für ihn bedeutete, den kulturellen wie den kirchlichen Horizont zu weiten. Nach Studienjahren in Rom und Münster promovierte er im Februar 2000 mit einer Arbeit über die "Anthropologie und Trinitätslehre Wolfhart Pannenbergs".

Seit 2000 Leiter des Instituts für Diakonat und pastorale Dienste (IDP), der Aus- und Fortbildungsstätte der Pastoralreferenten und Ständigen Diakone im Bistum Münster, legte Overbeck stets großen Wert auf eine "möglichst solide Einführung in das geistliche Leben und in die Theologie". In Verbindung mit der konkreten seelsorglichen Arbeit sollten die Seelsorgerinnen und Seelsorger zu einem Profil zu kommen, das dem missionarischen Auftrag der Kirche gerecht werde, wie er es vor wenigen Wochen aus Anlass der 50-Jahr-Feier des IDP hervorhob. Nicht zuletzt aus seiner Kaplanszeit in Haltern sowie seiner Tätigkeit als kirchlicher Assistent für die jesuitisch gepägte "Gemeinschaft Christlichen Lebens" weiß er: "Dort, wo Sie zum Beispiel Glaubenswissen vermitteln wollen, müssen Sie in Glaubensauseinandersetzungen informiert wie glaubwürdig sein. Wenn das nicht der Fall ist, ist vieles nicht vermittelbar."

"Entschlossenheit, die barmherzig bleibt"

Und wie ist Franz-Josef Overbeck als Mensch? Der 43-Jährige ist ein Intellektueller im besten Sinn: belesen, ein Freund von moderner Kunst, Theater und Oper, aber auch ein Familienmensch. Als neuer IDP-Leiter gab Overbeck im Jahr 2000 gegenüber Kirche+Leben schmunzelnd zu, eine "gewisse Strenge" an sich zu haben, er wolle sie aber als "Treue" verstanden wissen und als "Entschlossenheit, die barmherzig bleibt". Einfachheit und Bescheidenheit zeichnen den neuen Weihbischof dennoch bei aller Eindeutigkeit aus: "Grundlegend bleibt dabei, dass wir alle 'Mitarbeiter Gottes' sind, die bescheiden bleiben und ihren Dienst tun, den die Kirche und viele Menschen selbstverständlich erwarten dürfen."

Großen Wert legt Overbeck auf ein geistliches Leben, das nach seiner Einschätzung "viel Disziplin benötigt", die er sich selbst abverlangt. Aber eben auch nötig hält für die Pastoralreferenten: Sie bräuchten im alltäglichen Leben einen geistlichen Rhythmus. Mit Blick auf die Diakone formuliert Overbeck: "Das 'Zielprofil' ist ein geistlicher Mensch, der im Auftrag des Bischofs dafür da ist, wahrhaft und persönlich zu zeigen: Christus dient und die Kirche dient."

"Nur geistliche Menschen können andere geistlich bewegen"

Die Begleitung im geistlichen Leben durch Seelsorgerinnen und Seelsorger sieht Overbeck als immer wichtiger an: "Je mehr die Christen verstreut leben, desto notwendiger ist es in Zukunft, mit ihnen zu leben und zu beten, sie zu Gottesdiensten zu versammeln. Deshalb geben wir in der Ausbildung Hilfestellungen, wie die Pastoralreferenten selbst zu geistlichen Menschen werden. Denn nur geistliche Menschen können andere geistlich bewegen."

Die Veränderungen in der Gemeindestruktur spiegelten sich im IDP. Die Pastoralreferenten müssten innerlich Abschied nehmen von einem Kirchenbild, das sie aus ihren Kindheitstagen kennen, sagte Overbeck einmal dazu. "Sie werden auch nicht nur mit Menschen arbeiten, die sie bereits kennen. Sie müssen auf neue Gruppen zugehen. Um die Arbeit zu bewältigen, müssen sie sich besser absprechen und mit guter Struktur arbeiten. Aber diese Arbeit bietet für sie auch eine Chance. Sie können mehr Dinge tun als früher", zeigte er sich überzeugt. Overbeck – ein Mann klarer Worte eben.

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Text: Norbert Göckener | Foto: Michael Bönte
Juli 2007

 

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