
- Der Turm der St.-Martinus-Kirche in Nottuln.
Wallfahrtsorte im Bistum Münster
Nottuln: Heilige Heriburg
Nur 20 Kilometer westlich von Münster liegt das kleine Örtchen Nottuln. Die Entstehungsgeschichte Nottulns reicht bis in die Anfangszeit der Diözese Münster zurück. Nach Überlieferungen gründet nämlich Münsters erster Bischof, der Heilige Liudger, Kirche und Kloster in Nottuln und setzt seine Schwester, die Heilige Heriburg (Gerburgis) als erste Äbtissin ein.
Von den damaligen Bauten steht heute nur noch der prächtige Turm in Nottuln, jedoch lässt das Kopfsteinpflaster auf dem Stiftsplatz noch die Umrisse der alten Klosteranlage erahnen. Der Grundstein für die jetzige Hallenkirche wurde im Mai 1489 gelegt.
Stiftsdamen
Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts stand innerhalb der Kirche eine Ludgeruskapelle aus dem Jahr 1331, in der auch das Kapitel der Stiftsdamen stattfand. Bei Ausgrabungsarbeiten fand man 1978 einen Baumsarg mit Gebeinen einer Frau aus der Karolinerzeit. Diese Gebeine wurden am Vorabend des Heriburgtages feierlich beigesetzt (16. Oktober).
Im linken Seitenschiff der Kirche erinnert ein alter Grabstein an Johanna Mechtildis von Galen, die zur Stiftszeit lebte. Johann Mauritz Gröninger hat ihn geschaffen, sein Sohn erschuf die Plastik unterhalb der Orgelbühne: Der in seinem Leiden ausruhende Erlöser, im Volksmund "der arme Job" genannt.
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kirchensite.de-Heiligenkalender: Heilige Heriburg
Mehr zum Thema im Internet:
Text: Michael Bönte | Foto: Michael Bönte
Mai 2002
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