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Seite: Bistumshandbuch  >  I  >  Bistumshandbuch: Ida von Herzfeld (Heilige des Bistums)
21.01.2017
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Bildstock mit der heiligen Ida in Lippetal-Herzfeld.
Bildstock mit der heiligen Ida in Lippetal-Herzfeld.

Vorbild im Glauben

Heilige Ida von Herzfeld

Was wir von ihrem Leben heute wissen, geht vor allem aus der so genannten "Vita Sanctae Idae" hervor. Diese verfasste der Werdener Mönch Uffing aus Anlass ihrer Heiligsprechung.

Wir können davon ausgehen, dass Ida eine adelige und einflussreiche Persönlichkeit war. Wahrscheinlich war Ida mit Karl dem Großen verwandt, möglicherweise war sie seine Kusine oder seine Nichte.

Als Karl der Große 780 einen Feldzug unternahm, erkrankte sein Heerführer, der Sachse Egbert, schwer. Der Kranke wurde bei Idas Familie zurückgelassen: Ida kümmerte sich um Egbert und pflegte ihn. Nachdem Egbert wieder genesen war, heirateten die beiden. Von Karl dem Großen bekamen sie zu ihrer Hochzeit Güter geschenkt und dieser ernannte Egbert zum Herzog über die Sachsen zwischen Rhein und Weser. Ida wurde Mutter von fünf Kindern.

Himmlischer Auftrag

Als sie nach ihrer Hochzeit mit Egbert auf dem Weg ist nach Westfalen zu den Gütern in der Nähe von Osnabrück, die ihnen Karl der Große geschenkt hatte, machte sie Rast auf einem königlichen Hof in Herzfeld. Eines Nachts erschien ihr nun im Traum ein Engel, der Ida auftrug, an dieser Stelle eine Kirche zu errichten.

Um das Jahr 803/4 entstand in Herzfeld ein für diese Zeit ungewöhnlich prächtiger Kirchenbau, der in den Zeiten der beginnenden Missionierung im Münsterland wahrscheinlich besonders anziehend wirkte. Als Egbert 820 starb, wurde er in einer Halle an der Südseite der Kirche begraben.

Tätige Nächstenliebe

Mit dem Tod ihres Mannes trat eine Wende in Idas Leben ein: Sie legte ihren adeligen Lebensstil ab und lebte zurückgezogen und sehr einfach an ihrer Kirche: Ihre Leben war geprägt von Gebet und tätiger Nächstenliebe.

Sie ließ sich bereits zu Lebzeiten ihren eigenen Marmorsarg anfertigen, um ihn als Zeichen ihrer Vergänglichkeit täglich vor Augen zu haben. Diesen Sarg füllte sie zweimal am Tag mit Kleidung und Nahrungsmitteln und gab davon den Armen. Noch heute ist dieser Sarg in der St.-Ida-Kirche in Herzfeld zu betrachten.

Idas Leben war neben ihrem Einsatz für die Armen und Notleidenden geprägt durch das Gebet und eine asketische Lebensweise: Nach frühmittelalterlichem Verständnis konnte  sie durch diese Lebensweise Gotteskraft in sich sammeln: Kraft, um damit die Bedürftigen zu unterstützen.

Am 4. September 825 starb Ida von Herzfeld. Sie wurde neben ihrem Mann beigesetzt.

Gotteskraft auch nach dem Tod

Schon kurze Zeit nach ihrem Tod pilgerten die ersten Menschen zu ihrem Grab: Die Gotteskraft, die sie in ihrem Leben gesammelt hatte, sollte auch nach ihrem Tod noch heilsam ausstrahlen. Es wird von vielen Wundern, die an ihrem Grab geschehen sind, berichtet.

In Zeiten der Missionierung wurden Ida und die über ihren Tod von ihr ausgehende Kraft für viele zu überzeugenden Zeichen des neuen Glaubens. Am 26. November 980 vollzog Bischof Dodo von Münster die Heiligsprechung Idas in der damals üblichen Form: Ihre Gebeine wurden in einen Schrein umgebettet, der auf den Altar gestellt wurde.

Gedenktag: 4. September

Tagesgebet (Gotteslob Nr. 908):

Vater im Himmel, du hast uns die heilige Ida zur Fürsprecherin gegeben. Als Frau und Mutter war sie ihrer Familie Vorbild im Glauben, als Witwe gab sie ein Beispiel der Frömmigkeit und Nächstenliebe. Gib auch uns die Kraft, dir in unserem Stand und Beruf treu zu dienen. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn. Amen.

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  1. undefinedHeilige des Bistums Münster: Ida von Herzfeld
  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterWallfahrtsort im Bistum: Herzfeld
  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDossier: Wallfahrt
  3. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Heilige und Selige des Bistums
  4. Öffnet externen Link in neuem Fensterkirchensite.de-Heiligenkalender: Heilige Ida

Mehr zum Thema im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.st-ida-herzfeld.de

Text: Heike Harbecke | Foto: Almud Schricke
März 2002

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