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Seite: Bistumshandbuch  >  E  >  Bistumshandbuch: Trauung - Unterschiede in der Liturgie
25.05.2017
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Konfessionsverschiedene Paare können zwei Geistliche bitten, gemeinsam bei der Trauung mitzuwirken.
Konfessionsverschiedene Paare können zwei Geistliche bitten, gemeinsam bei der Trauung mitzuwirken.

Verschiedene Formen der kirchlichen Trauung

Unterschiede in der Liturgie

Die Feier der Trauung berücksichtigt die oftmals unterschiedlichen Situationen der Brautpaare. Die deutschen Bischöfe haben deshalb die Feier der Trauung in einer Eucharistiefeier und die Feier der Trauung in einem Wortgottesdienst liturgisch geregelt. Ebenso bieten sie verschiedene liturgische Texte an, die die Glaubenssituation der Partner einbeziehen.

Nach einer Handreichung des Bischöflichen Generalvikariats Münster mit dem Titel "Auf dem Weg zur kirchlichen Trauung" werden folgende Empfehlungen gegeben:

Wenn beide Partner katholisch sind

Die Eheschließung katholischer Partner findet nach Möglichkeit innerhalb einer Eucharistiefeier statt, da die Ehe ein Abbild des Bundes zwischen Christus und der Kirche ist und in der Eucharistie das Gedächtnis des Neuen Bundes gefeiert wird. Wenn die Brautleute dem Leben der Kirche fernstehen oder nicht kommunizieren wollen, sollte überlegt werden, ob eine Eucharistiefeier angemessen ist. Diese Feier der Trauung besteht aus den Teilen Eröffnung, Wortgottesdienst, Trauung, Eucharistie, Abschluss.

Die Trauung in einem Wortgottesdienst wird dann gefeiert, wenn die Trauung zu einer Eucharistiefeier nicht möglich oder angemessen ist. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn ein Diakon die Feier leitet oder sich die Brautleute vom Leben der Kirche entfernt haben und nicht kommunizieren wollen.

Wenn ein Partner nicht katholisch ist

Ist einer der Partner katholischer Christ und schließt dieser die Ehe mit einem nichtkatholischen Christen, so wird die Trauung in der Regel in einem Wortgottesdienst gefeiert. Die Feier der Trauung in einem Wortgottesdienst hat folgende Ordnung: Eröffnung, Lesungsteil, Trauung, Vaterunser, Abschluss.

Wenn ein Partner nicht getauft ist, aber an Gott glaubt

Die Trauung eines katholischen Partners mit einem nicht getauften Partner, der an Gott glaubt, geschieht in der Regel in einem Wortgottesdienst. Das von den Bischöfen herausgegebene Rituale "Die Feier der Trauung" stellt für diese Trauung eigene Texte bereit, die die besondere Lebenssituation des Brautpaares berücksichtigen, denn die Bischöfe wünschen nicht, dass der nichtgetaufte Partner Texte spricht, die seinem Gewissen, seiner Religion und seiner Überzeugung entgegenstehen.

Wenn ein Partner nicht gläubig ist

Die Trauung eines katholischen Christen mit einem nichtglaubenden Partner geschieht in der Regel in einem Wortgottesdienst. Bei einem Nichtglaubenden kann es sich um einen nichtgetauften Partner handeln oder auch um einen Partner, der die Taufe empfangen hat, aber nie zum Glauben zu Gott gekommen ist oder nicht mehr an Gott glaubt. Die in diesem Fall verwendeten Texte des Trauungsritus sind ebenfalls der Situation des Brautpaares angepasst.

Trauung konfessionsverschiedener Partner

Die Trauung eines konfessionsverschiedenen Paares (ein Partner ist evangelisch, der andere katholisch) sollte nach Möglichkeit von einem Seelsorger in einer liturgischen Feier vorgenommen werden, nachdem sich die Partner nach bestem Wissen und Gewissen entschieden haben.
Auf besonderen Wunsch des konfessionsverschiedenen Brautpaares können sich auch beide Seelsorger an der Trauung beteiligen.

Trauung in einer evangelischen Kirche

Ist die Trauung in der evangelischen Kirche beabsichtigt, so wird dem katholischen Partner nahegelegt, bei seinem Pfarramt eine so genannte "Dispens von der Formpflicht" einzuholen. Bei diesen Fragen steht dem Brautpaar der zuständige Pfarrer gern mit Rat und Tat zur Seite.

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Text: Karin Wollschläger | Foto: Öffnet externen Link in neuem FensterKNA
Januar 2009

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