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24.05.2012
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Seit 1982 besteht der Kontakt zwischen afrikanischen und deutschen Katholiken.
Seit 1982 besteht der Kontakt zwischen afrikanischen und deutschen Katholiken.

Geistiger Austausch steht im Vordergrund

Bistumspartnerschaft mit Nord-Ghana

Wo Christen sind, da ticken die Uhren anders. Manchmal etwas langsamer, aber eben ganz oft auch deutlich schneller. So wie in den fünf nordghanaischen Partnerdiözesen des Bistums Münster: Tamale, Navrongo-Bolgatanga, Wa, Yendi und Damongo.

Seit 1982 besteht der Kontakt zwischen afrikanischen und deutschen Katholiken. Inzwischen sind 28 Gemeinden des Bistums an der Partnerschaft beteiligt und weit über hundert Begegnungen haben stattgefunden: ein religöser Austausch, eine Brücke zwischen zwei Welten.

Initiative der Laienvertretung

Seinen Anfang nahm die Verbindung darin, dass die Laienvertretung des Bistums Münster sich zu Beginn der 1980er-Jahre um eine Partnerschaft bemühte. In Kontakt mit den katholischen Hilfswerken Misereor und Missio entschied man sich für das westafrikanische Land. "Wir hatten den Wunsch, dass diese Verbindung direkt an der Basis ihr Fundament hat", erläutert Hubert Lenich, seinerzeit Geschäftsführer des Diözesankomitees der Katholiken.

Interesse daran zeigte der Pfarrgemeinderat von St. Lamberti in Coesfeld. "Den Glauben von Christen in einem Entwicklungsland kennen lernen, das war die Idee", erzählt Gemeindemitglied Mechthild Bäumer. "Wir nahmen Kontakt zum Sachausschuss 'Entwicklung, Frieden, Mission' des Bistums Münster auf, und dort gab man uns die Adresse eines holländischen Paters in Ghana, mit dem eine enge Brieffreundschaft entstand." Dies entwickelte sich dann zur ersten Gemeindepartnerschaft.

Partnerschaftliche Beziehungen

Der Schwerpunkt dieser Bistumspartnerschaft liegt vor allem auch im Bereich der partnerschaftlichen Beziehungen auf Gemeindeebene. Überdies steht die Diözese in regem Kontakt mit den einzelnen Gemeinden, die Partnerschaften mit ghanaischen Gemeinden pflegen. Dabei steht insbesondere der gegenseitige spirituelle, geistige und kulturelle Austausch im Vordergrund, ganz bewusst stellte man die finanzielle Unterstützung hintan.

Das Bistum Münster initiierte 2001 zusammen mit der Konrad-Adenauer-Stiftung in Ghana ein Seminar über die katholische Soziallehre und damit zusammenhängend die Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung. Zusammen mit Misereor wird das Projekt in Folgeseminaren fortgesetzt und mit dem Aufbau von genossenschaftlicher Arbeit ausgeweitet.

Seit 2002 unterstützt auch die Eyerund-Stiftung aus Münster Projekte in Nordghana. Gefördert werden wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen im Bereich der Gesundheitspflege, der Schulbildung und der beruflichen Ausbildung. Ebenso wird die Errichtung von Kirchen und kirchlichen Gemeindezentren finanziell gefördert.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterBistumshandbuch: Bistumspartnerschaft Tula
  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterBistumshandbuch: Eine-Welt-Arbeit
  3. Öffnet internen Link im aktuellen FensterBistumshandbuch: Diözesankomitee der Katholiken

Mehr zum Thema im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.bistum-muenster.de (Referat Weltkirche)
  2. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.dioezesankomitee.de
  3. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.eyerund-stiftung.de

Text: Karin Wollschläger | Foto: Eyerund-Stiftung
Januar 2009

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