
- Die Wallfahrtskapelle St. Anna auf dem Breischen nahe Hopsten.
Wallfahrtsorte im Bistum Münster
Hopsten-Breischen: Heilige Mutter Anna
Im Jahre 1677 wurde in der Bauernschaft Hopsten-Breischen das Gnadenbild der Mutter Anna gefunden. 1694 wurde dann zu Ehren der Mutter Anna im Ort eine kleine Kapelle erbaut, um die sich folgende Legende rankt:
Zwei Tödden (wandernde Kaufleute) der Gemeinde, so berichtet die Erzählung, waren als Handelsleute unterwegs und gerieten in Seenot. Sie gelobten, ein Kapellchen zu bauen, wenn sie aus dieser misslichen Lage befreit würden. Nach ihrer Rückkehr hielten sie ihr Versprechen und errichteten die Kapelle in Hopsten-Breischen.
Zufluchtsstätte für Menschen in Not
Im Lauf der Zeit wurde das Gnadenbild der Mutter Anna immer mehr zur Zufluchtsstätte für alle Menschen in Not, so dass die Kapelle bald schon zu klein war. Sie wurde 1728 abgerissen und am gleichen Ort größer wiedererrichtet. 1849 wurde sie nochmals erweitert.
Dies bezeugt auch die lateinische Inschrift über dem Eingang: "Im Jahre 1677 ist hier eine Eiche gefällt worden, die das auf dem Altare sichtbare Bild der heiligen Anna hervorgebracht hat, zu deren Ehren ist 1694 ein Kapellchen erbaut worden und an Stelle des kleinen Gebäudes ist diese Kapelle 1728 errichtet worden."
Blütezeit zwischen 1730 und 1770
Die Blütezeit der Wallfahrt war zwischen 1730 und 1770, jedoch kam der Niedergang kurz darauf mit dem Einzug der Aufklärung. Eine Erneuerung der Annenverehrung begann mit Pfarrer Wilhelm Emanuel von Ketteler, der von 1846 bis 1849 in Hopsten arbeitete.
Nach den Wirren des Zweiten Weltkriegs wurde noch ein Seitenflügel an die Kapelle gebaut. Später entstanden rund um die Kapelle ein Pilgerplatz und ein Kreuzweg. Höhepunkte der Annenverehrung sind die Wallfahrtswoche im August und die Annenprozession.
Mehr zum Thema in kirchensite.de:
Katholische Pfarrgemeinde St. Georg, Hopsten
Übersicht: Wallfahrtsorte im Bistum Münster
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Schwerpunktthema: Pilgerorte der Seele - Hopsten-Breischen
Dossier: Wallfahrt
Mehr zum Thema im Internet:
Text: Anselm Thissen | Foto: Michael Berentzen
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