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Seite: Bistumshandbuch  >  B  >  Bistumshandbuch: Bistumsgeschichte: Wiederaufbau und Gegenwart
25.03.2017
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Bistumsjubiläum 2005
Logo für die Feierlichkeiten des Bistumsjubiläums im Jahr 2005.

Rasante Entwicklung

Vom Wiederaufbau bis zur Gegenwart

Nach dem Zusammenbruch der nationalsozialistischen Herrschaft stellte sich auch für die Kirche im Bistum die Frage nach einer Neuordnung. Clemens August von Galen wurde 1946 zum Kardinal erhoben, starb jedoch kurz darauf.

Sein Nachfolger Bischof Michael Keller (1947-1961) sah sich der Herausforderung einer sich rasant entwickelnden Gesellschaft gegenüber. Industriewachstum, Bevölkerungsentwicklung und -bewegung, die politischen Verhältnisse der neuen Demokratie sowie die schnell anwachsenden Zahlen evangelischer und katholischer Christen im Bistum.

Rasantes Tempo einer Neugestaltung

Keller erkannte die Entwicklung zu einer pluralistischen Gesellschaft ohne katholische Sonderwelt schon 1948: "Wir stehen vor einem gewaltigen Aufbruch. Ob wir es wollen oder nicht: Die Welt geht in rasantem Tempo einer Neugestaltung entgegen. Wir sind auf dem Wege zu einer Einheitszivilisation und einer Einheitskultur."

Der Wiederaufbau des katholischen Lebens fand in erster Linie in den Pfarrgemeinden, Vereinen und Verbänden statt, die auch während des Kriegs Mittelpunkt des Glaubenslebens gewesen waren. Viele zerbombte Kirchen wurden wieder aufgebaut. In der Zeit von 1951 bis 1961 entstanden zudem 148 neue Kirchen im Bistum. Etwa jede vierte Woche wurde eine Kirche geweiht

Aufgaben der Laien in den Gemeinden

In dieser Zeit wurde der Gedanke angestoßen, die Aufgaben der Laien in den Gemeinden auszuweiten. Ihre Verantwortung in der Kirche vor Ort sollte wachsen. Viele Bildungseinrichtungen wie Akademien und Landvolkshochschulen entstanden.

Im Pfarrkomitee, einem Vorläufer des heutigen Pfarrgemeinderats, übernahmen Priester und Laien gemeinsam Leitungsaufgaben. Diese stark diskutierte neue Ausrichtung fand ihre Fortsetzunge im Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965).

Ideen des Konzils

Bischof Joseph Höffner (1962-1969) und Bischof Heinrich Tenhumberg (1969-1979) waren es, die sich gemeinsam mit den Christen des Bistums in der Folgezeit mit den Ideen des Konzils auseinander setzten. Neue Formen der Liturgie entstanden, die Kirchenräume wurden neu gestaltet und die Zusammenarbeit von Priestern und Laien wuchs.

Neben dem Pfarrgemeinderat entstanden auch schon in den 1960er Jahren die Vorläufer zum heutigen Diözesanrat, dem Laiengremium auf Bistumsebene. Zudem suchte man verstärkt den Kontakt zu anderen Konfessionen.

Diözesanforum "Mit einer Hoffnung unterwegs"

Die Amtszeit von Bischof Reinhard Lettmann (1981-2008) war gekennzeichnet vom tiefgehenden Wandel des kirchlichen Lebens: Volkskirchlich geprägtes Christentum war und ist verstärkt auf dem Rückzug. Lettmann ermunterte immer wieder zu einem Glauben aus "Einsicht und Entscheidung".

1994 fand der kirchliche Erneuerungsprozess seine Fortsetzung im Diözesanforum, das vom Diözesankomitee der Katholiken initiiert wurde. Unter dem Motto "Mit einer Hoffnung unterwegs" wurde ein mehrjähriger Dialogprozess im Bistum angestoßen, an dem sich Gemeinden, Verbände, Gruppen, Vereine und Einzelpersonen beteiligten und die Zukunftstfragen von Glauben, Kirche und Gesellschaft diskutierten. Das Ergebnis waren Beschlüsse zur Erneuerung auf allen Ebenen des kirchlichen Lebens im Bistum Münster (1997).

Im Jahr 2005 feierte das Bistum Münster sein 1200-jähriges Bestehen. Es stand unter dem Motto "Eine Liebesgeschichte - 1200 Jahre Bistum Münster".

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

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  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDas Bistum im Mittelalter (10. Jh. - 13. Jh.)
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  4. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDie Wiedertäufer im Bistum (16. Jh.)
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  9. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Bistumsgeschichte

Text: Michael Bönte, Norbert Göckener | Foto: Archiv
Mai 2008

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