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22.05.2017
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Das Bistum im Mittelalter
Mittelalterliches Andenken: Das "Paradies" im St.-Paulus-Dom.

Tiefreligiöse Zeit

Das Bistum im Mittelalter

Nach dem Tod des heiligen Liudger, des ersten Bischofs des Bistums Münster, wuchs das Bistum vor allem durch die Gründung von Stiften und Klöstern. Viele Ordensgemeinschaften siedelten sich im Bistum an oder wurden neu gegründet. Gerade die zahlreichen Frauenklöster und -stifte trugen ihren Teil zur voranschreitenden Christianisierung des Münsterlands und des Niederrheins bei.

Zudem bauten die nachfolgenden Bischöfe die Struktur des Bistums weiter aus. Auf Synoden riefen sie die Priester des Bistums zusammen, um zu beraten und Rechtsfragen zu klären. Parallel dazu fanden in der Vorhalle des Doms die Gerichtstage der Bischofsstadt statt.

Bischof: Kirchliches und politisches Amt

Auch Händler und Bauern kamen zu diesem Ereignis in die Stadt. Der Markt entwickelte sich in den Folgejahren, und auch heute noch trägt der Jahrmarkt in Münster den Namen "Send", der sich von dem Begriff "Synode" ableitet.

Die Bischöfe wurden zu dieser Zeit von den deutschen Kaisern und Königen eingesetzt. Dadurch war der Bischofsstuhl nicht nur ein kirchliches, sondern auch ein politisches Amt. 1040 besuchte zum ersten Mal ein deutscher König Münster, als Heinrich III. an der Weihe der Kirche und des Frauenstifts Liebfrauen-Überwasser teilnahm.

Aufsicht durch den Bischof

Die Aufgabe der Bischöfe war es, in Stiften, Klöstern, Dekanaten und Pfarreien über die Einhaltung der christlichen Regeln zu achten. Gottesdienste, Sakramente, Einhaltung der Gebote, der Gesetze und Vorschriften gehörten dazu.

Die Bischöfe weihten zudem Priester, Altäre und Kirchen und hielten auf Reisen durch das Bistum Kontakt zu den Christen. Es war jedoch unterschiedlich, wie weit sich die Bischöfe ihren seelsorgerischen Aufgaben oder ihren politischen Aufgaben widmeten.

Pfarrstrukturen entwickeln sich

Auch die Pfarrstruktur im Bistum entwickelte sich weiter. Sie wurde in so genannten Archidiakonaten organisiert. Doch auch wirtschaftlich erfuhr das Bistum einen Aufschwung. Weltliche und geistliche Entwicklung gingen zu jener Zeit Hand in Hand.

Nach einigen politischen Erfolgen wurde zum Beispiel Hermann II. (gestorben 1203) zum ersten Fürstbischof von Münster. Die Kirchenbauten dieser Zeit spiegeln die Blütezeit des Bistums wider. Die Stadtkirche St. Lamberti wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts in unmittelbarer Nähe zum neuen St.-Paulus-Dom gebaut, der 1264 geweiht wurde.

Christentum durchdrang die gesamte Gesellschaft

Das Mittelalter entwickelte sich zu einer tiefreligiösen Zeit, in der das Christentum alle Gesellschaftszweige durchdrang. Schulen waren meist an den Klöstern und Stiften angesiedelt. Aus allen Regionen des Bistums war eine Vielzahl dieser Schulen bekannt.

Die Versorgung der Armen und Kranken übernahmen ebenfalls die Klöster und Stifte. In Münster gab es schon 1132 das Magdalenenhospital am Liebfrauen-Überwasser-Stift. Die Hochfeste, der Heiligenkult, Prozessionen und Wallfahrten waren Mittelpunkt des christlichen Lebens im Bistum.

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Text: Michael Bönte | Foto: Michael Bönte
Januar 2009

 

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