
- Mittelalterliches Andenken: Das "Paradies" im St.-Paulus-Dom.
Tiefreligiöse Zeit
Das Bistum im Mittelalter
Nach dem Tod des heiligen Liudger, des ersten Bischofs des Bistums Münster, wuchs das Bistum vor allem durch die Gründung von Stiften und Klöstern. Viele Ordensgemeinschaften siedelten sich im Bistum an oder wurden neu gegründet. Gerade die zahlreichen Frauenklöster und -stifte trugen ihren Teil zur voranschreitenden Christianisierung des Münsterlands und des Niederrheins bei.
Zudem bauten die nachfolgenden Bischöfe die Struktur des Bistums weiter aus. Auf Synoden riefen sie die Priester des Bistums zusammen, um zu beraten und Rechtsfragen zu klären. Parallel dazu fanden in der Vorhalle des Doms die Gerichtstage der Bischofsstadt statt.
Bischof: Kirchliches und politisches Amt
Auch Händler und Bauern kamen zu diesem Ereignis in die Stadt. Der Markt entwickelte sich in den Folgejahren, und auch heute noch trägt der Jahrmarkt in Münster den Namen "Send", der sich von dem Begriff "Synode" ableitet.
Die Bischöfe wurden zu dieser Zeit von den deutschen Kaisern und Königen eingesetzt. Dadurch war der Bischofsstuhl nicht nur ein kirchliches, sondern auch ein politisches Amt. 1040 besuchte zum ersten Mal ein deutscher König Münster, als Heinrich III. an der Weihe der Kirche und des Frauenstifts Liebfrauen-Überwasser teilnahm.
Aufsicht durch den Bischof
Die Aufgabe der Bischöfe war es, in Stiften, Klöstern, Dekanaten und Pfarreien über die Einhaltung der christlichen Regeln zu achten. Gottesdienste, Sakramente, Einhaltung der Gebote, der Gesetze und Vorschriften gehörten dazu.
Die Bischöfe weihten zudem Priester, Altäre und Kirchen und hielten auf Reisen durch das Bistum Kontakt zu den Christen. Es war jedoch unterschiedlich, wie weit sich die Bischöfe ihren seelsorgerischen Aufgaben oder ihren politischen Aufgaben widmeten.
Pfarrstrukturen entwickeln sich
Auch die Pfarrstruktur im Bistum entwickelte sich weiter. Sie wurde in so genannten Archidiakonaten organisiert. Doch auch wirtschaftlich erfuhr das Bistum einen Aufschwung. Weltliche und geistliche Entwicklung gingen zu jener Zeit Hand in Hand.
Nach einigen politischen Erfolgen wurde zum Beispiel Hermann II. (gestorben 1203) zum ersten Fürstbischof von Münster. Die Kirchenbauten dieser Zeit spiegeln die Blütezeit des Bistums wider. Die Stadtkirche St. Lamberti wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts in unmittelbarer Nähe zum neuen St.-Paulus-Dom gebaut, der 1264 geweiht wurde.
Christentum durchdrang die gesamte Gesellschaft
Das Mittelalter entwickelte sich zu einer tiefreligiösen Zeit, in der das Christentum alle Gesellschaftszweige durchdrang. Schulen waren meist an den Klöstern und Stiften angesiedelt. Aus allen Regionen des Bistums war eine Vielzahl dieser Schulen bekannt.
Die Versorgung der Armen und Kranken übernahmen ebenfalls die Klöster und Stifte. In Münster gab es schon 1132 das Magdalenenhospital am Liebfrauen-Überwasser-Stift. Die Hochfeste, der Heiligenkult, Prozessionen und Wallfahrten waren Mittelpunkt des christlichen Lebens im Bistum.
Mehr zum Thema in kirchensite.de:
Die Urspünge des Bistums (500 - 9. Jh.)
Die Reformation im Bistum (14. Jh. - 16. Jh.)
Die Wiedertäufer im Bistum (16. Jh.)
Die Gegenreformation (16. Jh. - 17. Jh.)
Zeit der Aufklärung (18. Jh.)
Zeit der Säkularisierung und des Kulturkampfs (19. Jh.)
Die Weimarer Republik und die Nazizeit (20. Jh.)
Wiederaufbau und Gegenwart (20. - 21. Jh.)
Übersicht: Bistumgeschichte
Text: Michael Bönte | Foto: Michael Bönte
Januar 2009
Beratung und Information
Das Bistum Münster bietet mit der Fachstelle für Sekten- und Weltanschauungsfragen ein Angebot für Hilfesuchende.
Neues Seelsorgekonzept
Im Bistum Münster wird derzeit ein neuer Diözesanpastoralplan erstellt. Er soll Schwerpunkte der Seelsorge benennen. Ein erster Entwurf steht zum Herunterladen bereit.
Jugendkirchen im Bistum
Als erste Jugendkirche im Bistum Münster wurde am 7. Dezember 2002 die Jugendkirche "effata!" in Münster eröffnet.
Service für Sie
Spruch des Tages
Reden, Fragen, Antworten finden
im "
Haus der Seelsorge" hat man ein offenes Ohr für Sie
Seelsorger im Februar:
Diakon Werner Fusenig
Seelsorger/-innen
Heiligenlexikon in "kirchensite.de"
im
Heiligenkalender können Sie nach Monaten blättern. Oder wählen Sie hier nach Buchstaben aus:
Kontakt
kirchensite-Redaktion:
redaktion
kirchensite.de
Lebenshilfe+Seelsorge:
Werner Fusenig
fusenig
kirchensite.de
Technik:
technik
dialogverlag.de









Newsticker für Ihr Web