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21.05.2018
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Symbolisch ein "rotes Band" zerschnitten (v.l.): Bülent Ucar (Universität Osnabrück), Bundesministerin Annette Schavan, Mouhanad Khorchide (Universität Münster), NRW-Ministerin Svenja Schulze und Rektorin Ursula Nelles (Universität Münster).

Standorte an den Universitäten Münster und Osnabrück

"Zentrum für Islamische Theologie" offiziell eröffnet

Münster. Mit einem Festakt in Münster ist am Dienstag (30.10.2012) das "Zentrum für Islamische Theologie Münster / Osnabrück" (ZIT) eröffnet worden. Am Doppelstandort sollen künftig islamische Nachwuchswissenschaftler, Religionsgelehrte und Lehrer für den islamischen Religionsunterricht an Schulen ausgebildet werden.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) sprach von einem "großen Tag für die Theologie im Haus der Wissenschaft und einem großen Tag für den Dialog der Religionen". Glaube müsse nicht nur geglaubt, sondern auch gedacht werden. An der Feier nahmen auch Nordrhein-Westfalens Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) und ihre niedersächsische Amtskollegin Johanna Wanka (CDU) teil.

Für "Beheimatung" der Muslime sorgen

Das Zentrum biete hervorragende Voraussetzungen für einen verstärkten theologischen Diskurs, sagte Schavan. Beide Standort blickten auf eine langjährige Tradition zurück; Münster vor allem im Bereich der Religionswissenschaften und Theologie, Osnabrück auf dem Gebiet der Religionspädagogik. "Wir wollen dazu beitragen, dass die vier Millionen Muslime, die in Deutschland leben, in unserer Gesellschaft beheimatet sein können." Dazu gehöre auch, dass Kinder Religionsunterricht erhalten und die Religionsgelehrten in den Gemeinden aus Deutschland kommen.

Das ZIT ist eines von vier Zentren, die vom Bundesbildungsministerium und den jeweiligen Landes-Wissenschaftsministerien gefördert werden. Weitere Standorte, an denen das Fach Islamische Studien gelehrt wird, sind Tübingen, Erlangen / Nürnberg und Frankfurt / Gießen. Ziel ist laut Schavan eine islamische Theologie, die auf Grundlage historisch-kritischer Exegese der Schriften die "Substanz des Glaubens wahrt und die Übersetzung in die Moderne leistet".

Acht Lehrstühle in Münster, sieben in Osnabrück

Am ZIT in Münster soll es künftig acht Lehrstühle geben; sechs sind bereits besetzt. Zurzeit studieren hier 420 junge Frauen und Männer, davon 150 das Fach Islamische Religionslehre, das auf das Lehramt an Schulen vorbereitet. In Osnabrück sind derzeit vier Professuren besetzt, drei weitere Lehrstühle sind ausgeschrieben. 140 Studenten werden hier zu Islamwissenschaftlern, Religionsgelehrten – etwa Imamen – und zu Religionspädagogen ausgebildet.

Das ZIT wird nach Worten seines Leiters, Mouhanad Khorchide, einen Islam vermitteln, der den gesellschaftlichen Wandel und die Besonderheiten der deutschen Gesellschaft berücksichtigt. Zugleich wolle man mit der Theologie in anderen islamischen Ländern zusammenarbeiten. Kooperationen bestünden bereits mit Universitäten in Kairo und Teheran, sagte der Islamwissenschaftler. Der Leiter des Standorts Osnabrück, der Religionspädagoge Bülent Ucar, nannte als ein weiteres Ziel eine "Beheimatung des Islam in Deutschland". Bislang sei die islamische Theologie aus dem Ausland bestimmt worden. Das werde sich nun ändern.

Nordrhein-Westfalen bietet als erstes Bundesland seit diesem Schuljahr bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht an Schulen an. Er soll schrittweise landesweit etabliert werden. Über die Inhalte entscheidet ein Beirat, dessen Mitglieder vom NRW-Schulministerium und den Islam-Verbänden berufen werden.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. undefinedBund fördert Islamisches Zentrum in Münster und Osnabrück (14.10.2010)

Text: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Universität Münster, Peter Lessmann
30.10.2012

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