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08.12.2016
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Lahore

Rettungskräfte im Einsatz am Anschlagsort in Lahore.

Franziskus: Religiöse Minderheiten besser schützen

Papst verurteilt Anschlag in Pakistan und mahnt Behörden

Lahore / Vatikanstadt / Bonn. Als "verabscheuungswürdiges, niederträchtiges und sinnloses Verbrechen", dem besonders Frauen und Kinder zum Opfer gefallen seien, hat Papst Franziskus den Bombenanschlag gegen Christen in Pakistan verurteilt. Bei seinem Mittagsgebet am Ostermontag (28.03.2016) appellierte der Papst an Pakistans Behörden, religiöse Minderheiten besser zu schützen. Er rief zum Gebet für die Opfer und ihre Angehörigen auf.

"Ich wiederhole noch einmal, dass die Gewalt und der mörderische Hass nur zu Schmerz und Zerstörung führen", sagte Franziskus. Gegenseitiger Respekt und Brüderlichkeit seien der einzige Weg zum Frieden.

Lombardi: Schatten der Trauer über dem Osterfest

Bereits am Sonntagabend (27.03.2016) hatte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi erklärt, das Massaker, ein feiger Akt "fanatischer Gewalt", werfe einen Schatten der Trauer auf das Osterfest. Erneut habe mörderischer, niederträchtiger Hass gegen schutzlose Menschen gewütet.

"Gemeinsam mit dem Papst beten wir für die Opfer", sagte Lombardi. Die Kirche sei der abermals attackierten christlichen Minderheit, den Familien und dem ganzen pakistanischen Volk nahe. Der auferstandene Christus möge Mut und Hoffnung geben, um Wege des Dialogs, der Gerechtigkeit und der Versöhnung zu finden, so der Sprecher.

Erzbischof Schick bittet um Gebet

Der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick, rief am Ostermontag (28.03.2016) über den Kurznachrichtendienst "Twitter" auf: "Betet für die Opfer und ihre Angehörigen." Dem Erzbischof von Lahore, Sebastian Shaw, und den dortigen Christen habe er "unsere Solidarität" versprochen.

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) zeigte sich erschüttert. "Diese brutalen, feigen und menschenverachtenden Anschläge zeigen erneut, wie das Menschenrecht auf Religionsfreiheit weltweit verletzt und mit Füßen getreten wird", sagte ZdK-Präsident Thomas Sternberg.

ZdK: Der Gewalt gegen Christen Einhalt gebieten

Religion werde durch islamistische Terroristen missbraucht. Zugleich sei seit Jahren eine Zunahme von Diskriminierung, Bedrohung und Tötung von Menschen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit festzustellen. Christen seien dabei weltweit am stärksten betroffen. Alle Menschen guten Willens müssten dieser "widerwärtigen Gewalt" Einhalt gebieten, mahnte Sternberg.

Ein Attentäter hatte sich in einem Park in Lahore in die Luft gesprengt, in dem christliche Familien Ostern feierten. Nach bisherigem Stand wurden mindestens 70 Menschen getötet und 340 verletzt. Der Täter brachte nach Behördenangaben 20 Kilogramm Sprengstoff nahe einem Kinderspielplatz zur Explosion. Zu dem Anschlag bekannte sich eine Gruppe der radikal islamischen Taliban. Ein Sprecher sagte, man habe auf die Christen gezielt.

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  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Papst Franziskus

Text: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH, jjo | Foto: Reuters
28.03.2016

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