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26.06.2016
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Trauer in Brüssel.

Trauer in Brüssel.

Gebet auch für vom Fundamentalismus Verblendete

Papst-Audienz: Schweigen und Gebet für Brüsseler Opfer

Brüssel / Vatikanstadt. Gemeinsam mit rund 20.000 Teilnehmern seiner Generalaudienz hat Papst Franziskus am Mittwoch (23.03.2016) auf dem Petersplatz für die Opfer der Anschläge von Brüssel gebetet. Er lud zum stillen Gedenken für "die Toten, die Verletzten, die Angehörigen und das ganze belgische Volk" ein. Christen rief er zum Gebet für jene auf, deren Herzen "von grausamem Fundamentalismus verblendet" seien. Vor der Schweigeminute sprach er mit den Anwesenden ein "Ave Maria" für Opfer und Täter.

Die katholische Friedensbewegung Pax Christi bekräftigte derweil, sich weiter für Versöhnung einsetzen zu wollen. Das Engagement sei nicht von Angst und Hass geleitet, "die die Saat des Terrors sind, sondern von Liebe und Gewaltlosigkeit", erklärte die Organisation am Dienstag (22.03.2016) in Brüssel. Dort waren bei Terroranschlägen am Flughafen und in einer Metro-Station mindestens 31 Menschen ums Leben gekommen, etwa 260 wurden verletzt.

Sternberg: Unsere Werte sind stärker als jeder Terror

Opfern und Angehörigen gelte tiefe Solidarität, so Pax Christi weiter: "Wir glauben, dass der Terror nicht die Oberhand gewinnt und dass die Erinnerungen an jene, die getötet wurden, Antrieb sind für nachhaltige Lösungen gegen willkürliche Gewalt."

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, nannte die Anschläge einen "Angriff auf unsere gesamte westliche Gesellschaft". Als Christ gelte es, Terror und Intoleranz zu bekämpfen. Sternberg zeigte sich sicher, dass "unsere freiheitlich demokratischen Grundwerte stärker sind als jeder Terror".

Muslime distanzieren sich von Taten

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, mahnte, sich nicht "auf den Weg des Hasses und der Gewalt" zu begeben – denn das wollten die Terroristen erreichen. Auf die Brüsseler Anschläge habe er auch mit Zorn reagiert – Zorn auf die Täter, die "so wenig Achtung vor dem Leben haben".

Die Anschläge wurden nach bisherigem Ermittlungsstand von Islamisten verübt. Angesichts dessen sagte der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, die Terroristen werde "der Zorn Gottes und der gesamten Menschheit treffen. Diese Schandtaten werden niemals Erfolg haben." Am Dienstag (22.03.2016) nannte Mazyek die Taten feige, die Täter "Verbrecher und Massenmörder".

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Text: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH, jjo | Foto: Reuters
23.03.2016

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