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01.10.2016
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Papst Franziskus

Landestypische Kopfbedeckung: Papst Franziskus bei seiner Ankunft in Mexiko-Stadt.

Mexiko-Besuch begonnen

Papst: Taten der Drogenkriminalität sind "Metastasen"

Mexiko-Stadt. Der Papst ist zu Beginn seines Mexiko-Besuchs am Samstag (13.02.2016) von einer Million Menschen begrüßt worden, die ihm bei der Fahrt im Papamobil durch Mexiko-Stadt zujubelten. Dort prangerte Franziskus Korruption und Drogenhandel an. Bei einem Treffen mit den Bischöfen des Landes in der Kathedrale von Mexiko-Stadt verglich der Papst die Drogenkriminalität mit Metastasen, die den Körper der Gesellschaft vernichteten. Dagegen müssten alle Verantwortlichen energisch vorgehen.

Im Anschluss brach Franziskus zu einem Besuch des mexikanischen Nationalheiligtums in Guadalupe auf. Dort bekräftigte er die besondere Sorge Gottes und der Kirche für Arme und Benachteiligte. Niemand dürfe aus den menschlichen Gemeinschaften, Gesellschaften und Kulturen ausgeschlossen bleiben, sagte er am Samstagabend Ortszeit in der Basilika, die mit 20 Millionen jährlichen Besuchern als das größte Marienheiligtum der Welt gilt. Alle Menschen seien wichtig, vor allem diejenigen, die "den Gegebenheiten nicht gewachsen sind oder nicht das nötige Kapital für deren Aufbau einbringen", so der Papst.

Messe in Guadalupe

Die Messe in Guadalupe, das für die Christianisierung der Indigenen und der Mestizen in Lateinamerika eine zentrale Rolle spielte, bildete den Abschluss des ersten Besuchstags von Franziskus in Mexiko. Am Abend zuvor war er, von Kuba kommend, zu seinem knapp einwöchigen Besuch in dem bevölkerungsreichsten Land der spanischsprachigen Welt eingetroffen.

Bei seiner Ankunft in Guadalupe begab sich Franziskus zunächst zur alten Kathedrale und zog dann in Prozession zu der modernen Basilika, wo er die Messe feierte. Zum Abschluss wollte er im "Camarin", wo sich das Bild der Gottesmutter befindet, in Stille beten.

"Wahrzeichen der Liebe"

Das Heiligtum von Guadalupe, das auf Marienerscheinungen aus dem Jahr 1531 für den inzwischen heiliggesprochenen Indio Juan Diego Cuauhtlatoatzin zurückgeht, sei ein "echtes Wahrzeichen der Liebe und der Gerechtigkeit" geworden, betonte der Papst. Die Gottesmutter habe Juan Diego als "sehr vertrauenswürdigen Botschafter" ausgewählt, um den Bau des zu errichtenden Heiligtums zu beaufsichtigen, zu betreuen und voranzutreiben. Juan Diego habe die Aufgabe ablehnen wollen, weil er sich für nicht geeignet hielt, aber die Gottesmutter habe insistiert, betonte der Papst unter Verweis auf die Geschichte des Heiligtums. Damit habe die Gottesmutter in ihm und damit in allen Kleinen, Vertriebenen und Ausgeschlossenen erstmals Hoffnung geweckt und gezeigt, was die Barmherzigkeit Gottes ist.

Guadalupe sei somit zum Heiligtum auch für Jugendliche geworden, die für sich keine Zukunft sehen würden und die vielen schmerzlichen und gefährlichen Situationen ausgesetzt seien. Hierhin kämen viele, die keine Kraft mehr hätten, die keinen Raum für Hoffnung, für Veränderung und für Verwandlung spürten. Auch von den Menschen heute verlange Maria, ihre "Botschafter" für Hungrige, Durstige, Gefangene, Kranke und Traurige zu sein.

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Text: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Reuters
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