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28.06.2017
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Missbrauch.

Mehr als 1.000 Missbrauchsopfer haben bei der katholischen Kirche in Deutschland Geldzahlungen beantragt.

Höchster Wert der Diözesen – Bundesweit flossen 6,4 Millionen Euro

Bistum Münster zahlte 862.000 Euro an Missbrauchsopfer

Bistum / Osnabrück. Seit Bekanntwerden der Fälle sexuellen Missbrauchs im Jahr 2010 haben die deutschen Bistümer mehr als 6,4 Millionen Euro an Opfer gezahlt. Das ergab eine Umfrage unter den 27 Diözesen, die die "Neue Osnabrücker Zeitung" am Mittwoch (20.01.2016) veröffentlichte. Das meiste Geld wurde demnach im Bistum Münster beantragt.

Die Bischöfliche Pressestelle bestätigte gegenüber kirchensite.de, bis Ende 2014 seien 122 Anträge anerkannt worden. In 67 Fällen seien mehr als 5.000 Euro bewilligt worden. Die Opfer hätten 656.000 Euro als materielle Anerkennung von erlittenem Leid erhalten. Mit weiteren 119.000 Euro seien Therapiekosten übernommen worden.

Bis Ende 2014 flossen also 775.000 Euro. Weitere 87.000 Euro seien 2015 gezahlt worden. Angaben zur Verwendung der Gelder im gerade zu Ende gegangenen Jahr konnte die Pressestelle noch nicht machen.

"Nur spekulieren" lasse sich, warum in Münster im Vergleich der Bistümer die höchste Summe ausgezahlt wurde. Daher wolle man sich dazu nicht äußern, hieß es auf Anfrage.

Bundesweit zahlten die Diözesen laut "Neuer Osnabrücker Zeitung" Geld an mehr als 1.000 Antragsteller. Die Zahl der Beschuldigten liegt laut Bericht bei mehr als 860. Die Taten seien in aller Regel verjährt und lägen Jahrzehnte zurück, viele Beschuldigte seien bereits verstorben.

Die katholische Kirche in Deutschland hatte bereits 2010 ein Konzept zur Entschädigung der Opfer von sexuellem Missbrauch vorgelegt. Demnach erhalten Menschen, die durch Priester oder andere Kirchenmitarbeiter missbraucht wurden, jeweils bis zu 5.000 Euro materielle Anerkennung. In begründeten Einzelfällen werden höhere Summen gezahlt.

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Text: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH, jjo | Foto: Michael Bönte
20.01.2016

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