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15.12.2018
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Franz von Assisi

Darstellung Franz von Assisi im Benediktinerkloster Subiaco, vermutlich noch zu seinen Lebzeiten entstanden.

Der Name des neuen Papstes

Franziskus, Heiliger der Armen

Vatikanstadt. Der neue Papst hat sich als erstes Kirchenoberhaupt überhaupt den Namen des heiligen Franziskus (1181/82-1226) gegeben. Franz von Assisi war der Begründer des Ordens der Franziskaner. Er gilt bis heute als einer der bekanntesten und beliebtesten Heiligen der katholischen Kirche. Besonders in Italien wird er wie ein National-Heiliger verehrt. Francesco - "il povero", der Arme: Wer seinen Namen ausspricht, macht automatisch eine Liebeserklärung an diesen "Apostel der Armen".

Nackt vor dem Bischof

Francesco wurde als Giovanni Battista Bernardone, als Sohn eines reichen Tuchhändlers im italienischen Assisi geboren. Er sollte zunächst in die Fußstapfen seines Vaters treten und das elterliche Unternehmen übernehmen.

Als 1202 ein langjähriger Krieg zwischen Assisi und Perugia tobte, geriet er in Gefangenschaft und wurde krank. Nach der Rückkehr in seine Heimatstadt Assisi steckte er in einer Lebenskrise und vernachlässigte immer mehr seine Aufgaben im elterlichen Geschäft. Dies forderte den Zorn seines Vaters heraus. 1206 kam es schließlich zum endgültigen Bruch: Vor den Augen des Bischofs und des Volkes von Assisi zog er seine Kleider aus und gab sie dem Vater zurück. Er kleidete sich mit einem einfachen Büßergewand aus brauner Wolle und zog sich zu einem Leben in Armut in einsame Höhlen und abgelegene, zerfallene Kapellen zurück.

1209 wurde in der kleinen Kapelle von Portiunkula das Evangelium von der Aussendung der Jünger gelesen; dem zufällig anwesenden Franziskus gab dies den Anstoß, unter die Leute zu gehen und zu predigen. Bald scharten sich die ersten Gefährten um ihn. Die "minderen Brüder", wie sie sich nun nannten, zogen als Wanderprediger umher und arbeiteten bei den Leuten.

Gründung einer Gemeinschaft

Im Laufe weniger Jahre wuchs die Gemeinschaft Franziskus' aus einer kleinen Gruppe von zwölf Freunden zu einer weit verbreiteten Gemeinschaft. An Pfingsten 1217 trafen sich die Brüder in Assisi und beschlossen, auch in Frankreich, Spanien und Deutschland kleine Niederlassungen zu gründen. Franziskus selbst ging 1219, mitten in der Zeit der Kreuzzüge, zu den Sarazenen (Muslimen). Er schloss Freundschaft mit dem Sultan und setzte sich so für eine friedliche Lösung des Konfliktes zwischen den verfeindeten Religionen ein.

Am 29. November 1223 bestätigte Papst Honorius III. endgültig die Lebensregel der Minderbrüder, die Franziskus zusammen mit einigen Vertrauten in einer Einsiedelei verfasst hatte. Am Abend des 3. Oktobers 1226 starb Franziskus an der Portiunkula, der Geburtsstätte seiner Bruderschaft. Bereits knapp zwei Jahre nach seinem Tod wurde er heilig gesprochen.

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Text: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH, mn | Foto: Markus Nolte
13.03.2013

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