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27.09.2016
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Flüchtlingsfamilie.

Eine Flüchtlingsfamilie blättert in einem Fotoalbum.

Ehrenamtliches Netzwerk entwickelt Broschüre

Internet-Guide hilft Flüchtlingen beim Leben in Deutschland

Hamburg. "Flüchtlinge können sich einfach nicht benehmen", klagt mancher Deutsche – bevorzugt anonym über Facebook und Co.: "Sie lassen ihren Müll überall liegen, machen zu Unzeiten Lärm, sind nie pünktlich." Doch woher sollen sie wissen, wie der deutsche Alltag funktioniert, wenn es ihnen keiner sagt? Schließlich warten viele oft über ein Jahr auf staatliche Integrationskurse. Deshalb hat der Hamburger Michael Strautmann gemeinsam mit hunderten Unterstützern einen "Refugee Guide" entwickelt. Der Ratgeber in bislang zehn Sprachen will den Neuankömmlingen eine erste Orientierung geben.

Strautmann störte die lange Zeitspanne von der Registrierung bis zur Abwicklung des Asylverfahrens, in der Flüchtlinge keinerlei Informationen über das Leben in Deutschland bekommen. Zwar gebe es rechtliche Leitfäden, wo sie sich melden können, um Anträge zu stellen – aber eben keine "Basics" zum Einleben in der Fremde. Auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge biete keine solche Hilfe an, bemängelt der 29-Jährige: "Diese Informationslücke wollten wir schließen."

Bisher in zehn Sprachen abrufbar

"Wir", das sind mehrere hundert Menschen, die Anfang September binnen weniger Tage bei der Fertigstellung der Broschüre halfen. Strautmann hatte als Entwurf drei DIN-A-4-Seiten geschrieben und in ein Internetforum eingestellt. Die Resonanz überraschte ihn: "Schon nach fünf Minuten waren 60 Nutzer aktiv." Zahllose Ehrenamtliche griffen auf das Dokument zu und feilten mit – "vom Komma bis zum Verfassen ganzer Absätze". Zu ihnen zählten überwiegend Studenten und Doktoranden.

In zehn Sprachen – darunter Arabisch, Dari und Paschto – werden "Besucher, Geflüchtete und zukünftige Bürger Deutschlands" willkommen geheißen. Acht Kapitel wie "Öffentliches Leben", "Persönliche Freiheiten", "Gleichberechtigung" und "Essen, Trinken und Rauchen" bereiten sie auf das Leben hierzulande vor.

Über Flirt-Versuche, kurze Hosen und Religionsfreiheit

Sie erfahren, dass Männer und Frauen gleiche Rechte haben – und dass ein Lächeln nicht gleich ein Flirt-Versuch ist: "Die Menschen versuchen normalerweise einfach nur freundlich zu sein." Es sei normal, dass sich Menschen im Sommer leichter kleiden, T-Shirt und kurze Hosen tragen: "Es ist unhöflich, diese Menschen für längere Zeit anzusehen." Bei den persönlichen Freiheiten wird unter anderem auf Religionsfreiheit hingewiesen: "Das heißt, dass man glauben darf, was man möchte. Gleichzeitig wird aber auch erwartet, dass man akzeptiert, dass andere Menschen an einen anderen Gott glauben – oder an gar nichts."

Selbstkritisch heißt es in der Information, einige Hinweise könnten als "überheblich" empfunden werden. Deshalb sei die Orientierung in Zusammenarbeit mit Menschen aus Syrien, Afghanistan, Sudan, Ägypten und anderen Ländern verfasst worden. Etliche Zuwanderer hätten betont, "eine solche Infobroschüre bislang vermisst zu haben".

Weitere Kapitel in Planung

Mit dem kostenlosen Ratgeber, der im Internet erhältlich ist, wurde offenbar ein Nerv getroffen. "Wir bekommen sehr viel positives Feedback von Leuten, die mit Flüchtlingen arbeiten", freut sich Strautmann. Derzeit arbeiteten mehrere Übersetzer ehrenamtlich daran, den Ratgeber in Urdu, Farsi, Russisch und Tigrinisch zu übertragen.

Nach Weihnachten wolle man sich "nochmals an den Inhalt wagen", sagt Strautmann. Vorschläge für ergänzende Kapitel gibt es bereits – beispielsweise zum Phänomen der Haustierhaltung der Deutschen.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

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  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.refugeeguide.de

Text: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Norbert Ortmanns
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