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08.12.2016
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Geheimnis

Wer hat vertrauliche Vatikan-Dokumente weitergegeben?

Erste Aussage zur Weitergabe vertraulicher Dokumente

Papst: Geheimnisverrat nicht hilfreich – Reform geht weiter

Vatikanstadt. Papst Franziskus hat sich erstmals öffentlich zur jüngsten Weitergabe vertraulicher Vatikan-Dokumente an Journalisten geäußert. Sie sei ein "beklagenswerter Akt, der nicht hilfreich ist", sagte er. Sie werde ihn jedoch "gewiss nicht" von seiner Arbeit an der Kurienreform abbringen. Franziskus forderte die Gläubigen auf, sich durch den Vorfall nicht beunruhigen zu lassen und weiter für ihn und die Kirche zu beten.

Der Papst verwies darauf, er selbst habe die Untersuchungen veranlasst, über deren Ergebnisse in den weitergegebenen Akten berichtet werde. Er habe daraufhin Maßnahmen eingeleitet, deren erste Früchte schon sichtbar seien. Am Donnerstag (06.11.2015) waren zwei Bücher italienischer Journalisten über Misswirtschaft, Korruption und Intrigen im Vatikan erschienen. Sie stützen sich auf vertrauliche Dokumente.

Der Vatikan hatte Anfang November einen Kurien-Geistlichen und eine italienische PR-Fachfrau wegen des Verdachts auf Geheimnisverrat festgenommen. Die Italienerin ist inzwischen wieder auf freiem Fuß, gilt aber weiter als Verdächtige.

Keine Zweckentfremdung des "Peterspfannigs"

Zudem wies der Vatikan den Vorwurf der heimlichen Zweckentfremdung des "Peterspfennigs" zurück. Der veröffentlichte Haushalt des Heiligen Stuhls weise aus, dass diese Spendengelder auch für den Unterhalt der Kurie, für die Zeitung "Osservatore Romano", für "Radio Vatikan" und für die vatikanischen Botschaften verwendet würden, sagte der vatikanische Innenminister Erzbischof Angelo Becciu. Die Enthüllungsbücher hatten dargelegt, ein großer Teil des "Peterspfennigs" sei in den vergangenen Jahren für den Unterhalt der Kurie verwendet worden.

Laut Internetseite des Vatikans ist der "Peterspfennig" – eine weltweite Kollekte – dazu gedacht, die Sorge des Papstes "um die Erfordernisse der universalen Kirche" und den "Dienst an den Bedürftigen zu unterstützen". Ergebnisse für den "Peterspfennig" 2014 sind noch nicht bekannt, 2013 kamen 78 Millionen US-Dollar (60 Millionen Euro) zusammen. Der jährliche Beitrag aus Deutschland liegt nach Angaben der Bischofskonferenz im "einstelligen Millionenbereich".

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Text: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH, jjo | Foto: Archiv
09.11.2015

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