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27.07.2016
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Papst Franziskus.

Papst Franziskus schaltete sich in die Synoden-Diskussion ein.

Franziskus ergreift das Wort beim Bischofstreffen

Papst: Synode steht in Kontinuität zur Ehelehre der Kirche

Vatikanstadt. Dass der Papst bei einer Bischofssynode das Wort ergreift, ist äußerst selten. Als Franziskus dies am Dienstag (06.10.2015) tat, waren ihm zwei Dinge wichtig. Erstens betonte er, die umstrittenen Beschlüsse der Familiensynode von 2014 hätten keineswegs die kirchliche Ehelehre infrage gestellt oder verändert. Sie seien – wie die damaligen Grundsatzreden des Papstes – offizielle Dokumente für die Synode 2015. Das aktuelle Treffen stehe in Kontinuität dazu.

Beobachter interpretieren das als Impuls, Diskussionen darüber zu beenden, ob die Synode 2014 zu weit gegangen sei. Mit Blick auf das Eheverständnis sagte Franziskus am Dienstag (06.10.2015), es sei nicht "Ziel" der Synode, an der Lehre der Kirche zu rütteln. Dennoch gilt die Intervention als Ermutigung, 2015 – wie 2014 – ergebnisoffen über die Interpretation der Lehre und Auswirkungen in der Pastoral zu debattieren.

Stark besetzte deutsche Sprachgruppe

Zweiter Punkt des Papstes: Die Frage einer Kommunion-Zulassung für wiederverheiratete Geschiedene sei nicht das zentrale Thema der Synode. In diese Ecke wolle man sich nicht von "draußen" treiben lassen.

Derweil formiert sich unter den 13 Arbeitsgruppen der Synode die einzige deutschsprachige. Ihr gehören dem Vernehmen nach mindestens sechs Kardinäle an: die Kurienvertreter Walter Kasper (82), Kurt Koch (65) und Gerhard Ludwig Müller (67), die Kardinäle Reinhard Marx (62, München) und Christoph Schönborn (70, Wien) sowie der Litauer Audrys Backis (78).

Schönborn Moderator, Heiner Koch erstattet Bericht

Auch beteiligt sind die weiteren Bischöfe und Berater aus Deutschland und Österreich, darunter Franz-Josef Bode, Heiner Koch und das Ehepaar Petra und Aloys Buch. Bei früheren Synoden nahmen Kasper, Marx, Müller und Schönborn je nach Sprachkenntnissen meist an nicht-deutschen Sprachgruppen teil.

Absehbar scheinen Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Präfekten der Glaubenskongregation, Müller, und den Kardinälen Kasper und Marx, die etwa beim Thema Geschiedene für Barmherzigkeit plädieren. Die deutsche Sprachgruppe wählte Kardinal Schönborn zum Moderator und den Berliner Erzbischof Heiner Koch zum Berichterstatter im Plenum.

Arbeitsweise und Rolle der Sprachgruppen

Die Arbeitsgruppen treten insgesamt fast 40 Stunden zusammen. Neben den Bischöfen haben auch Berater und Experten Rederecht. Die Redezeit ist – anders als im Synoden-Plenum – nicht von vorn herein beschränkt. Auch die deutschsprachige Gruppe präsentiert jede Woche einen gemeinsamen Bericht im Plenum.

Aus den Zusammenfassungen der Sprachgruppen erstellt ein Redaktionskomitee drei Wochenberichte und den Endbericht der Synode. Diesen erhält der Papst. Ihm bleibt es überlassen, wie er damit verfährt, ob und wann er daraus ein Dokument für die Weltkirche erstellt.

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  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Familiensynode
  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDossier: Familie

Text: jjo, KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte
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