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28.09.2016
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München

Über Ungarn und Österreich eingereiste Flüchtlinge erreichen am 1. September den Münchner Hauptbahnhof.

Woher kommen sie? Wie viele kommen nach Deutschland?

Flüchtlinge: Fragen und Antworten

Berlin. Die Lage hat sich in den vergangenen Tagen erneut zugespitzt: Zuletzt trafen tausende Flüchtlinge mit Zügen aus Ungarn über Österreich in Deutschland ein. Wir liefern Fakten und Hintergründe zur Flüchtlings-Debatte.

Ist die aktuelle Flüchtlings-Zahl so außergewöhnlich?

Ja. Zwischen 1953 und 2014 beantragten 4,1 Millionen Menschen in Deutschland Asyl. Davon entfielen 3,2 Millionen (77 Prozent) auf die Zeit nach 1990. Die bislang höchste Asylbewerber-Zahl gab es 1992 mit 438.191. Diese Zahl wird 2015 mit Sicherheit übertroffen. Ursachen sind Krisen, Kriege und Armut in Afrika, im Nahen und Mittleren Osten sowie in Südosteuropa. Schon von Januar bis Juli gab es 218.221 Anträge auf Asyl.

Woher kommen die Flüchtlinge?

Bei den Herkunftsländern der Flüchtlinge in Deutschland zwischen Januar und Juli 2015 steht an erster Stelle Syrien (21,5 Prozent). Den zweiten Platz nimmt das Kosovo ein (15,3 Prozent), es folgt Albanien (15 Prozent). Damit entfällt mehr als die Hälfte (51,8 Prozent) aller seit Januar 2015 gestellten Erstanträge auf drei Herkunftsländer. Es folgen Serbien (5,9 Prozent), der Irak (5,4 Prozent) und Afghanistan (5,2 Prozent). Nicht in der Statistik erfasst werden die 20.000 Syrer, deren Aufnahme die Bundesregierung wegen des Bürgerkriegs aus humanitären Gründen beschlossen hatte.

Wie sieht der Europa-Vergleich aus?

2014 meldete Deutschland die höchste Zahl von Asylsuchenden aus Ländern außerhalb der EU, nämlich 203.000. Das waren 32 Prozent aller Bewerber in EU-Staaten, gefolgt von Schweden (81.000 oder 13 Prozent), Italien (65.000 oder 10 Prozent), Frankreich (64.000), Ungarn (43.000), Großbritannien (32.000), Österreich (28.000), den Niederlanden (25.000) und Belgien (23.000).

Wie stehen die Zahlen im Verhältnis zur Bevölkerung?

Umgerechnet auf die Bevölkerungszahl nahm Schweden mit 8,4 Asylbewerbern auf 1.000 Einwohner 2014 die meisten Flüchtlinge auf. Es folgten Ungarn (4,3), Österreich (3,3), Malta (3,2), Dänemark (2,6) und Deutschland (2,5). In den ersten vier Monaten 2015 sieht die Rangliste laut EU-Statistikamt Eurostat anders aus: An der Spitze liegt Ungarn (4,09), gefolgt von Schweden (1,74), Österreich (1,66) und Deutschland (1,36).

Wie kommen die Flüchtlinge nach Deutschland?

Laut Bundesinnenministerium gibt es zwei Hauptfluchtwege nach Deutschland: die Südroute (Mittelmeer – Italien) und die Westbalkanroute über die Türkei und Griechenland. Bei der Südroute stieg die Zahl der Flüchtlinge um fünf bis zehn Prozent gegenüber 2014. Über die Balkanroute sind jedoch etwa 900 Prozent mehr Flüchtlinge gekommen als im vergangenen Jahr.

Wie viele Kinder flüchten nach Deutschland?

Nach Schätzungen des Bundesfachverbands "Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge" leben in Deutschland aktuell etwa 9.000 solche Flüchtlinge. Die meisten stammen aus Afghanistan, Syrien, Somalia und dem Irak.

Wie läuft der Kampf gegen Schleuser?

Die Bundespolizei hat zwischen Januar und Ende Juli bei Kontrollen in grenznahen Regionen und Zügen 1.785 mutmaßliche Schleuser festgenommen. Mit 227 Fällen die größte Gruppe seien Täter aus Ungarn.

Welche Leistungen erhalten Flüchtlinge?

Flüchtlinge erhalten in Deutschland 140 Euro Taschengeld monatlich für Bedürfnisse des täglichen Lebens. Unterkunft, Heizung und Lebensmittel werden ihnen überwiegend zur Verfügung gestellt. Insgesamt entspricht das Leistungen von 359 Euro im Monat. Das Bundesverfassungsgericht hatte 2012 entschieden, die Gewährung des Existenzminimums sei eine Frage der Menschenwürde und gelte auch für Asylbewerber.

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  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Flüchtlinge

Text: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Reuters
02.09.2015

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