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31.08.2016
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Immer weniger Menschen in Deutschland gehören der katholischen Kirche an.

"Sehr schmerzhaft": Zahlen für das Jahr 2014 vorgelegt

Kirchenaustritte: Neue Rekorde im Bistum und bundesweit

Bistum / Bonn. So viele Menschen wie noch nie sind 2014 aus der katholischen Kirche in Deutschland ausgetreten. Auch das Bistum Münster verzeichnet einen Negativ-Rekord. In der Diözese verließen laut Generalvikariat 11.859 Katholiken die Kirche. Das sind nochmals 1.747 oder 17 Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2013.

Bischof Felix Genn sieht einen Grund darin, dass sich das Verfahren beim Einzug von Kirchensteuern auf Kapitalerträge geändert hatte. "Viele Menschen haben fälschlicherweise geglaubt, es handele sich um eine neue Steuer", sagte er am Freitag (17.07.2015). Austritte waren daher erwartet worden. Genn warnte zugleich davor, es sich bei der Suche nach Gründen "zu einfach" zu machen.

Genn: "Wir wollen unter den Menschen stehen"

"Schon im vergangenen Jahr hatte ich gehofft, dass wir im Blick auf die Kirchenaustritte den Tiefpunkt erreicht haben", sagte der Bischof. Dass dies nicht so sei, sei "sehr schmerzhaft". Die Menschen müssten "wieder stärker spüren, dass wir an ihrer Seite und mitten unter ihnen stehen wollen".

Genn verwies auf die Ergebnisse und Folgerungen der Zufriedenheits-Studie im Bistum Münster: Die Bistumsleitung hatte eine wissenschaftliche Untersuchung in Auftrag gegeben. Dabei gaben 70 Prozent der Befragten an, mit der Kirche nur "mehr oder weniger" zufrieden oder gar unzufrieden zu sein. Besser schnitt die Pfarrei vor Ort ab; mit ihren Angeboten zeigte sich knapp jeder Zweite zufrieden.

Bundesweit verließen 218.000 Katholiken die Kirche

Auch im Bistum Münster befinde sich die Kirche "in massiven Veränderungsprozessen", sagte der Bischof. Der individuelle Wertewandel gehe an der Kirche nicht vorbei. Ihre Gestalt wandle sich hin zur "Kirche in einer durch und durch säkularisierten Gesellschaft".

Bundesweit stieg die Zahl der Austritte aus der katholischen Kirche um mehr als 20 Prozent auf 217.716. Der bisherige Höchststand lag 1992 bei rund 192.000. Die evangelische Kirche gab an, sogar 410.000 Mitglieder verloren zu haben. Aus dieser Zahl ist noch nicht zu erkennen, ob die Menschen ausgetreten oder gestorben sind.

Marx: "Wir erreichen die Menschen nicht"

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, erklärte, die Zahlen machten den Bischöfen "schmerzlich bewusst, dass wir Menschen mit unserer Botschaft nicht erreichen". Hinter den Austritten stünden "persönliche Lebensentscheidungen, die wir in jedem einzelnen Fall zutiefst bedauern, aber auch als freie Entscheidung respektieren".

Dennoch bleibe das Ziel, in Deutschland eine Kirche "im Aufbruch" zu sein, "die sich um der Menschen und um Gottes willen aktiv in die Gesellschaft einbringt", sagte Marx. Er dankte daher allen, die sich bisher und weiterhin in der Kirche einsetzen.

Mehr Besucher in den Sonntagsmessen

Leicht verbessert haben sich bistums- und bundesweit die Messbesuchs-Zahlen: Im Bistum Münster besuchten 189.767 Katholiken die Sonntagsgottesdienste. Das sind 1.154 mehr als 2013 und 9,9 Prozent aller Kirchenmitglieder. Bundesweit stieg die Zahl von 10,8 auf 10,9 Prozent. Zuvor war sie über Jahrzehnte stark rückläufig gewesen.

Auch die Zahl der Taufen im Bistum legte zu – um 46 auf 13.951. Hinzu kamen 353 Wiedereintritte und 240 Übertritte aus anderen christlichen Konfessionen. Ende 2014 zählte das Bistum Münster 1,92 Millionen Katholiken. Damit ist es – nach Köln – erstmals die zweitgrößte deutsche Diözese. Das Erzbistum Freiburg fiel auf Rang 3.

Münster nun zweitgrößtes Bistum

Gestiegen ist auch die Zahl der Erstkommunionkinder im Bistum – auf 17.333, nach 17.252 im Jahr 2013. Zudem wurden 3.589 Paare kirchlich getraut, ein Anstieg um 39. Auch deutschlandweit legte die Zahl der Taufen und Trauungen zu.

Zurückgegangen ist im Bistum die Zahl der Firmungen – von 15.757 auf 14.057. Auch wurden weniger Menschen kirchlich bestattet: Waren es 2013 noch 20.571, so waren es im vergangenen Jahr 19.815.

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Text: Jens Joest und KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte
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