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08.12.2016
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Debatte um Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit Ehe

Parteien und Kirchen weiter uneins über "Homo-Ehe"

Berlin. In der Frage der "Homo-Ehe" ist die große Koalition weiter uneins. Wie die "Bild am Sonntag" meldet, wollen Abgeordnete von SPD, Linken und Grünen in der kommenden Woche eine Erklärung veröffentlichen, in der sie die "'Ehe für alle' ohne Wenn und Aber" fordern. "CDU und CSU wehren sich mehrheitlich immer noch dagegen und diskriminieren damit einen Teil der Bevölkerung in Deutschland", heißt es demnach in dem Papier. "Wir wollen das ändern. Mit oder ohne CDU und CSU".

"Bedeutung der Ehe wird kein bisschen geschmälert"

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, spricht sich für eine Gleichstellung von homosexuellen Lebenspartnerschaften mit der Ehe aus. "Die Bedeutung der Ehe zwischen Mann und Frau wird dadurch kein bisschen geschmälert", sagte er dem "Spiegel" (Samstag).

Die ehemalige Ratsvorsitzende des Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, sieht im Eintreten für die "Homo-Ehe" und einer konservativen Überzeugung keinen Gegensatz. "Ich bin überzeugt, ein Ja zur Ehe homosexueller Paare kann gut christlich und gut konservativ begründet werden", schreibt sie in der "Bild am Sonntag". Die frühere EKD-Ratsvorsitzende äußert die Auffassung, dass die Deutschen ähnlich wie die Iren einer gleichgeschlechtlichen Ehe positiv gegenüber stehen. Sie sieht dadurch sogar die Institution Ehe insgesamt gestärkt.

Käßmann wies die Reaktion des Vatikan auf die Legalisierung der "Homo-Ehe" in Irland zurück: "Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin hat von einer Niederlage der christlichen Prinzipien, gar von einer Niederlage für die Menschheit gesprochen. Von Niederlage kann keine Rede sein", so Käßmann.

Eigenprofil der Ehe nicht schwächen

Vertreter der katholischen Kirche hatten sich zuvor gegen eine Gleichstellung ausgesprochen. "Die Gemeinschaft von Frau und Mann ist die einzige Verbindung, aus der Kinder hervorgehen können. Und dieser für die Gesellschaft bedeutsame Sachverhalt führt zu der Überzeugung, dass man das Eigenprofil der Ehe nicht schwächen sollte, indem man die gleichgeschlechtliche Partnerschaft der Ehe in allen Aspekten gleichstellt", sagte etwa der Freiburger Moraltheologe Eberhard Schockenhoff.

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Text: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH
31.05.2015

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