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07.12.2016
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Irland

Nach Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses in Irland.

Trotz des Abstimmungsergebnisses von Irland

Bischöfe und ZdK lehnen Gleichstellung der "Homo-Ehe" ab

Bonn / Dublin. Die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) weisen Forderungen nach der Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Partner zurück. Die Iren hatten am Wochenende für die volle Legalisierung der "Homo-Ehe" gestimmt. Weltweit erstmals per Volksentscheid wird nun die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der traditionellen Ehe eingeleitet.

Kopp: Eheverständnis würde verkürzt

Der Pressesprecher der Bischofskonferenz, Matthias Kopp, sagte am Dienstag (26.05.2015), die Gleichstellung von Ehe und Lebenspartnerschaften gehe zu weit. Das Rechtsinstitut der Ehe umfasse nicht nur die Partnerschaft zwischen Frau und Mann, sondern auch das Elternpaar, das Verantwortung für Kinder trage. Es gehöre "zur Grundstruktur des verfassungsrechtlichen Eheverständnisses, dass die Ehe von einer Frau und einem Mann eingegangen wird. Denn Ehe und Familie sind wesenhaft miteinander verknüpft." Der Verzicht auf das Merkmal der "Verschiedengeschlechtlichkeit der Ehepartner" könne dazu beitragen, das Eheverständnis "um eine wesentliche Dimension zu verkürzen".

Glück: Ehe hat besondere Bedeutung wegen der Kinder

Auch ZdK-Präsident Alois Glück wandte sich gegen die Gleichstellung von Ehe und gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Zwar würden auch in Lebenspartnerschaften Werte wie in einer Ehe gelebt. Es gebe aber "mindestens den einen fundamentalen Unterschied": Die Ehe zwischen Mann und Frau habe "im Hinblick auf Kinder als die Zukunft unserer Gesellschaft unbestreitbar eine besondere Bedeutung".

Dies festzustellen, sei keine Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften. Schon heute sei die Gesetzeslage mit Blick auf die unterschiedlichen Lebensformen und Verantwortlichkeiten angemessen.

Nach dem Abstimmungsergebnis in Irland sagte der Erzbischof von Dublin, Diarmuid Martin, es sei ein substanzieller "Riss zwischen der katholischen Kirche und der Gesellschaft" erkennbar. Die 62 Prozent Zustimmung für die "Homo-Ehe" bewertete er als Zeichen einer "Kulturrevolution".

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Text: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH, jjo | Foto: Reuters
26.05.2015

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