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16.08.2017
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"Kreuzweg für die Rechte der Flüchtlinge" in Münster

Der Kreuzweg führte die Teilnehmer zu unterschiedlichen Stationen in der Stadt.

"Kreuzweg für die Rechte der Flüchtlinge" in Münster

"Gekreuzigte unserer Zeit"

Münster. Mit dem "Kreuzweg für die Rechte der Flüchtlinge" in Münster haben etwa 50 Teilnehmer am Freitag (06.03.2015) ein Zeichen in der aktuellen Diskussionen der Asyl- und Flüchtlingspolitik gesetzt. Die Gruppe zog zu unterschiedlichen Punkten in der Stadt, um im Gebet, Gesang  und in politischen Erklärungen auf die Not der Menschen auf der Flucht aufmerksam zu machen. Themen waren das Massensterben im Mittelmeer, alltäglicher Rassismus in Deutschland und die Abschiebepraxis deutscher Behörden. Organisiert worden war der Weg von ehemaligen Freiwilligendienstleistern der Don Bosco Volunteers.

Benedikt Kern, Priesteramtskandidat in Münster und Mitorganisator, sah in der Mischung aus religiösem Kreuzweg und dem konkretem Herunterbrechen auf aktuelle Situation den besonderen Reiz des gemeinsamen Wegs. "Wir wollen damit deutlich machen, dass die Flüchtlinge Gekreuzigte unserer Zeit sind." Damit wolle man auch Christen aufrufen, gerade in der Fastenzeit das Leid dieser Menschen wahrzunehmen und für sie einzustehen.

Diskriminierung

Startpunkt und erste Station des Kreuzwegs, auf den die Teilnehmer neben dem Kreuz auch Transparente mitnahmen, war ein Platz in Bahnhofsnähe. Dieser Ort sei plakativ für die Einschränkung der Reisefreiheit von Asylbewerbern. "Geflüchtete dürfen sich nur mit Ausnahmegenehmigungen fortbewegen", hieß es in der vorgelesenen Erklärung. Gerade auf Bahnhöfen gebe es massive Personenkontrollen, die Menschen anderer Hautfarbe und Kulturen diskriminierten.

Nächste Station war das Flüchtlingsheim an der Friedrich-Ebert-Straße. Hier forderten die Teilnehmer einen menschenwürdigen Umgang mit den Menschen, die vor Gewalt und Hunger hierher geflüchtet seien. "Sie kommen mit traumatischen Erlebnissen und erfahren keine Geborgenheit." Das politische Interesse, den Bedürfnissen der Flüchtlinge in einem Zuwanderungsgesetz gerecht zu werden, sei nicht zu spüren. Umso wichtiger sei das Engagement des einzelnen: "Lasst uns gemeinsam aufstehen für das Recht und die Würde dieser Menschen."

Im Großen und Kleinen helfen

Anschließend zog man weiter zu GGUA, einer Flüchtlingshilfe-Organisation in Münster. Dort wurde den vielen Gruppen und Einzelpersonen gedankt, die sich an der Seite der Flüchtlinge engagieren. "Wo wären der Glaube an einen liebenden Gott, wenn es nicht all diese Menschen gäbe, die im Großen und im Kleinen ihren Beitrag zu einer gerechteren Welt leisteten?", wurde gefragt. Auch der Einsatz im Kirchenasyl wurde hervorgehoben.

Vierte Station war die Ausländerbehörde der Stadt. Dieser Ort stünde wie kein anderer für die bedrückende Situation der Flüchtlinge. Hier entscheide sich das Schicksal der Menschen auf der Flucht. "Und hier müssen die Menschen die Erfahrung machen, verlassen zu sein." Denn neben den vielen zermürbenden Momenten in der Duldungs- und Abschiebepraxis sei die Ausweisung der Moment, in dem für sie "eine Welt zusammenbrechen" würde. Die Chance auf ein Leben in Würde sei damit beendet.

Fünfte und letzte Station war der Rathausinnenhof, wo das österliche Motiv im Mittelpunkt stand. "Gott hat seinen Sohn in dieser irdischen Welt leben und sterben lassen, um uns zu zeigen, dass das Wirken im Hier und Jetzt große Bedeutung hat", so die Botschaft. Darin liege die Aufforderung an jeden, seiner christlichen Verantwortung gerecht zu werden und sich für Gerechtigkeit einzusetzen. "Es liegt an uns, die Flüchtlinge in ihrer Hoffnung zu begleiten und zu bestärken."

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Text: Michael Bönte | Foto: Michael Bönte
06.03.2015

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