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11.12.2018
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Professor Dr. Thomas Pröpper (+).

Professor Dr. Thomas Pröpper (+).

Langjähriger Dogmatiker in Münster

Professor Thomas Pröpper verstorben

Münster. Der langjährige münstersche Dogmatik-Professor Dr. Thomas Pröpper ist tot. Er starb am Dienstag (10.02.2015) nach langer schwerer Krankheit im Alter von 73 Jahren in Münster. Von 1988 bis 2003 war der aus Balve im Sauerland stammende Theologe Professor für Dogmatik und theologische Hermeneutik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster; er galt als weit anerkannter Hochschullehrer.

Seine Bücher wurden zu Standardwerken, die deutschsprachige Fundamentaltheologie der letzten 25 Jahre hat er entscheidend geprägt. Die renommierte Zeitschrift "Herder-Korrespondenz" nannte den Verstorbenen einen"Theologen der Freiheit" und "Großen der Gegenwartstheologie".

Pröpper studierte Theologie in Paderborn, Münster und München, 1968 wurde er zum Priester des Erzbistums Paderborn geweiht. Nach drei Jahren als Kaplan führte er seine theologischen Studien in Tübingen fort, wo er von 1974 bis 1981 Assistent des heutigen Kardinals Walter Kasper war. 1983 kehrte er nach Paderborn zurück und war an der dortigen Universität fünf Jahre lang wissenschaftlicher Angestellter.

Bedrohtes Freiheits-Bewusstsein

1988 schließlich wurde Pröpper auf den Lehrstuhl für Dogmatik und theologische Hermeneutik der Katholisch-Theologischen Fakultät Münster berufen. 2003 schied er krankheitsbedingt vorzeitig aus. Lange Jahre wirkte Pröpper auch als Zelebrant und Prediger in der Dominikanerkirche Münster; viele seiner Predigten wurden anschließend publiziert.

Als größte Herausforderung der heutigen Theologie sah Pröpper die "vielfältigen geistigen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen, die unser Bewusstsein der Freiheit bedrängen und es immer mehr untergraben". In einem Interview des Internet-Magazins "theologie-und-kirche.de" befürchtete er "das Anwachsen einer Mentalität, der die Idee des Unbedingten zuletzt schlicht abhanden gekommen ist".

Sehnsucht nach Gott

Danach gefragt, welchen Ratschlag er Theologiestudierenden im ersten Semester mit auf den Weg geben würde, antwortete Pröpper unter anderem: "Behalten Sie immer im Blick, dass es zwischen Menschsein beziehungsweise Menschwerden und dem Christsein beziehungsweise Christwerden keinen Widerspruch geben kann."

2011 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg verliehen. Einer seiner Schüler, Professor Dr. Magnus Striet, würdigte Pröpper in seiner Laudatio als einen Theologen, "der die so menschliche Sehnsucht nach Freundschaft, welche diesen Namen verdient, auch als die so menschliche Sehnsucht nach einem Gott, der dem Menschen Freund sein möge, ausgearbeitet hat".

Das Requiem für den Verstorbenen wird am Donnerstag, dem 19. Februar, um 15 Uhr in der Pfarrkirche St. Blasius in Balve gefeiert, anschließend findet die Beisetzung statt.

Text: Markus Nolte | Foto: Universität Freiburg
11.02.2015

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