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28.07.2016
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Papst

Papst Franziskus während der fliegenden Pressekonferenz zwischen Sri Lanka und den Philippinen.

Fliegende Pressekonferenz: Papst über Grenzen von Satire

Franziskus: Umwelt-Enzyklika als Politik-Impuls

Manila / Vatikanstadt. Die Enzyklika von Papst Franziskus zum Umweltschutz wird im Juni oder Juli veröffentlicht. Das sagte der Papst am Donnerstag (15.01.2015) während seines Fluges von Sri Lanka auf die Philippinen vor den mitreisenden Journalisten. Er habe einen Text abgefasst, der in der Glaubenskongregation und im Staatssekretariat gegengelesen worden sei. Im März wolle sich der Papst eine Woche Zeit für die Endfassung nehmen. Ende März werde die Übersetzung in die verschiedenen Sprachen beginnen, sagte Franziskus.

Offenkundig will der Papst mit seiner Enzyklika ein deutliches politisches Signal setzen. Während des Interviews über den Wolken wies er darauf hin, er wünsche sich etwas Zeit zwischen der Veröffentlichung und dem Beginn des nächsten Weltklimagipfels Ende November in Paris. Der jüngste Gipfel in Peru im Dezember 2014 habe ihn "enttäuscht": "Hoffen wir mal, dass sie in Paris etwas mutiger sind", sagte er laut der italienischen Zeitung "La Stampa".

"Beleidigen und provozieren nicht in Ordnung"

Darüber hinaus äußerte sich der Papst über Religions- und Meinungsfreiheit. "Sprechen wir über Paris, sprechen wir klar und deutlich", sagte Franziskus nach Angaben von Radio Vatikan mit Blick auf die islamistischen Attentate gegen die Satirezeitschrift "Charlie Hebdo". Jeder habe das Recht, seine Religion auszuüben, ohne einen anderen zu beleidigen. Man dürfe auch im Namen der Religion keine Gewalt ausüben oder gar töten: "Töten im Namen Gottes ist eine Abirrung", sagte Franziskus.

Zur Meinungsfreiheit sagte der Papst laut Radio Vatikan, jeder habe nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, zu sagen, was er denkt, um damit dem Gemeinwohl zu helfen. Allerdings dürfe auch Satire nach den Worten von Papst Franziskus nicht alles: Beleidigen, beschimpfen oder provozieren sei nicht in Ordnung. "Man darf sich nicht über den Glauben der anderen lustig machen." Da gebe es "Grenzen der Meinungsfreiheit". Jede Religion, die das menschliche Leben wertschätze, habe eine Würde und dürfe nicht lächerlich gemacht werden.

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Text: mn, KNA, rv | Foto: Reuters
15.01.2015

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