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16.10.2017
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Das Kreuz.

Der Künstler Heinrich Gerhard Bücker schuf das Kreuz 1985.

Mein Denkmal und ich (494): Das Hofkreuz in Dorsten-Deuten

Dank für schöne Ehejahre

Dorsten-Deuten. Der älteste heute noch in Betrieb befindliche Gutshof in Dorsten ist der Tüshaus-Hof an der B 58 im Stadtteil Deuten, dessen Geschichte sich urkundlich bis 1328 zurückverfolgen lässt. Die Familie Tüshaus erwarb das Gut 1856. Regional bekannt wurde das Anwesen zuletzt durch die 400 Jahre alte Ölmühle, die immer noch funktioniert, durch eine inzwischen aufgegebene Brennerei und noch bestehende Forellen- und Pferdezucht. In der zum Hof gehörenden Kapelle werden noch Andachten gefeiert, aber auch Konzerte gegeben.

Die Familie hat enge Beziehungen zur Kirchengemeinde Herz-Jesu in Deuten. Seit 1985 steht der Tüshaus-Hof unter dem Schutz eines besonderen Kreuzes. Besonders deshalb, weil das Hofkreuz in der Einfahrt zum Hof von dem bis in den Vatikan hinein bekannten westfälischen Bildhauer und Maler Heinrich Gerhard Bücker (1922-2008) geschaffen und vom damaligen Pfarrer Frindt gesegnet wurde.

Elisabeth Tüshaus

Elisabeth Tüshaus sagt über die Entstehung des Kreuzes: "Den Gedanken, ein Hofkreuz zu errichten, hatten mein Mann und ich zwei Jahre vor unserer silbernen Hochzeit, zu der wir dann das Kreuz segnen konnten. Es sollte ein Zeichen der Dankbarkeit für unsere schönen Ehejahre sein."

Es gibt auch einen weiteren Grund für dieses Kreuz. 1974 verlor der 14-jährige Sohn Max an der verkehrsreichen B 58 sein Leben. "Wir wollten mit dem Kreuz auch unsere christliche Einstellung zum Leben und zum Tod sichtbar machen", sagt Elisabeth Tüshaus.

Einfach war es für Hermann und Elisabeth Tüshaus nicht, den über die Bistumsgrenzen hinaus bekannten Künstler Bücker zu gewinnen. Denn Bücker war zu jener Zeit in Rom, wo er auf Einladung des Papstes einen Teil seiner Werke im Vatikan ausstellen konnte. Papst Johannes Paul II. ließ es sich damals nicht nehmen, von Bücker durch die Ausstellung geführt zu werden. Dennoch schuf der Künstler auch das Tüshaus-Hofkreuz.

Anders als bei vielen anderen Hofkreuzen, bei denen der Korpus dominiert, ist der von Bücker geschaffene und einen Meter große bronzene Torso am Tüshaus-Kreuz an einem etwa vier Meter hohen rötlichen Anröchter Dolomitstein angebracht. Die Umgebung ist geprägt von schönen Bäumen. Es ist ein einladender Ort der Besinnung.

Buchhinweis:

Mein Denkmal und ich
140 Seiten, 14,80 Euro
ISBN: 978-3-941462-30-4
dialogverlag Münster, 2010
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