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24.05.2017
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Die Weihbischöfe Dieter Geerlings und Stefan Zekorn.

Die Weihbischöfe Dieter Geerlings und Stefan Zekorn.

Bistum erwägt Bereitstellung von 30 Einrichtungen

Geerlings: "Längst nicht alles für Flüchtlinge getan"

Bistum. Christen, Pfarreien und das Bistum Münster sollten "alles Erdenkliche tun, um Flüchtlinge willkommen zu heißen und sie zu unterstützen", sagte Weihbischof Dieter Geerlings am Mittwoch (12.11.2014) bei einer Veranstaltung des "Flüchtlingsrats Kreis Borken e.V." im Borkener Kreishaus. Auf Bistumsebene sei in der akuten Situation eine Arbeitsgruppe eingerichtet worden, schilderte der Weihbischof. So habe man zunächst 30 geeignete Räumlichkeiten in Pfarreien aufgelistet, die nach Absprache mit der jeweiligen Kommune nach etwaigen Umbaumaßnahmen als Wohnunterkünfte für Flüchtlinge dienen könnten. Außerdem sei vorgesehen, zusätzliche Flüchtlingsberater einzustellen. Über diese zwei Handlungsoptionen muss allerdings noch endgültig entschieden werden.

In kirchlichen Flüchtlingsinitiativen, Caritaskonferenzen und Pfarrgemeinden seien seit langem zahlreiche Ehrenamtliche sehr aktiv, kümmerten sich um Flüchtlinge, hielten Sprachkurse, unterstützten bei Behördenkontakten oder übernähmen Fahrdienste. "Trotzdem ist auch in dem Bereich längst nicht alles getan, erst recht nicht überall", stellte Geerlings klar. Gefragt sei mehr Einsatz von Menschen, die ganz einfache Dinge übernehmen: "Es geht um Hilfen zum Bestehen in unserer Alltagswelt, angefangen damit, zu erklären, wie Backofen, Mikrowelle oder die Heizung zu bedienen sind", sagte der Weihbischof.

Zekorn fordert Konsens auf europäischer Ebene

Bei einer ähnlichen Veranstaltung äußerte sich Weihbischof Stefan Zekorn am Donnerstag (13.11.2014) in Münster-Kinderhaus. Er betrachtete die Flüchtlingssituation globaler: "Ich vermisse immer noch eine breite gesellschaftliche Diskussion darüber, wie wir mit Flüchtlingen umgehen wollen", erklärte er. "Menschen, die in Not sind, müssen noch mehr unsere Herzensangelegenheit sein." Ziel solle daher ein gemeinsamer Konsens sein, wie der Flüchtlingsfrage auch auf europäischer Ebene angemessen begegnet werden könne.

Das Ja zum anderen Menschen sei aber auch mit finanziellen Aufwendungen für konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Situation verbunden. An deren Bewältigung sollten sich neben den staatlichen und kommunalen Trägern auch die Kirchen beteiligen. "Wir müssen in der Gesellschaft dafür werben, dass es uns auch etwas kostet", regte der Weihbischof an.

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  3. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Weihbischof Stefan Zekorn
  4. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Weihbischof Dieter Geerlings

Text: ms, pbm | Foto: pbm
14.11.2014

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