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28.08.2016
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Stand der Dinge 2013: Austritte wie nie, weniger Gottesdienstteilnehmer.

Stand der Dinge 2013: Austritte wie nie, weniger Gottesdienstteilnehmer.

Bischofskonferenz und Diözese legen Statistik vor

Kirchenaustritte im Bistum auf Höchststand

Bistum / Bonn. Im Jahr 2013 ist die Zahl der Kirchenaustritte im Bistum Münster um 78 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. 10.112 Gläubige verließen die katholische Kirche, das sind 4.450 mehr als 2012. Das gab die Bischöfliche Pressestelle am Freitag (18.07.2014) bekannt. Damit wird die bisher höchste Zahl der Kirchenaustritte im Jahr des Missbrauchsskandals 2010 noch deutlich überschritten (8.063 Austritte).

Auch bundesweit sind die Austritte von 118.335 im Jahr 2012 auf 178.805 im Jahr 2013 massiv gestiegen. Diese Zahlen veröffentlichte die Deutsche Bischofskonferenz am selben Tag.

Warnung vor einfachen Erklärungen

Münsters Bischof Felix Genn sprach in einer Stellungnahme zur Jahresstatistik der Diözese von einem "alarmierenden Signal": "Wir haben als katholische Kirche in Deutschland offensichtlich ein massives Glaubwürdigkeitsproblem."

Genn sagte, die vielen Austritte hingen "sicher" mit der Diskussion um den Bau des Bischofshauses in Limburg und über die Kirchenfinanzierung in Deutschland zusammen. "Wir würden es uns aber zu einfach machen, wenn wir dies als alleinige Erklärung für die dramatische Entwicklung heranziehen würden", bekannte der Bischof. Besonders die Verantwortungsträger in der Kirche müssten sich vielmehr fragen: "Bin ich selbst ein glaubwürdiger Zeuge der Frohen Botschaft Jesu Christi?"

Er rief dazu auf, alles dafür zu tun, um verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen, auch wenn dies ein "langer Prozess" sei. Genn warnte indes vor "falschem Aktionismus". "Für mich heißt das: Wir müssen an der Seite der Menschen und mitten unter ihnen stehen; wir müssen eine einladende und keine ausschließende Kirche sein."

Marx: "Auf allen Ebenen Vertrauen schaffen"

Auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Münchner Kardinal Reinhard Marx, rief besonders Bischöfe und Priester dazu auf, "auf allen Ebenen Vertrauen zu schaffen durch gute und überzeugende Arbeit". Manche Menschen hätten sich "frei" gegen eine Kirchenzugehörigkeit entschieden, wollten aber "auf ihre eigene Art Christen bleiben". Mit ihnen müsse das Gespräch gesucht werden.

Er sei durch die Statistik nicht entmutigt, sagte Marx, sondern nehme sie als "hilfreichen Weckruf" wahr: "Die Zahlen rütteln noch einmal auf, danach zu fragen, wie wir uns jetzt und künftig neu aufstellen müssen, damit das Evangelium weiterhin gehört und gelebt werden kann." Ausdrücklich dankte er den haupt- und ehrenamtlich Engagierten für ihren Einsatz.

Weitere Bistums-Daten

Im Bistum Münster gab es überdies im Jahr 2013 einen starken Rückgang auch bei den Gottesdienstteilnehmern. Den Angaben zufolge besuchten 2013 noch 188.613 Katholiken die Sonntagsmesse (9,7 Prozent aller Gläubigen / Bundesdurchschnitt: 10,8 Prozent); das waren 22.875 weniger als im Vorjahr.

Rückgänge gab es 2013 – wie im gesamten Bundesgebiet – auch bei den Taufen im Bistum (13.905 im Vergleich zu 14.315 im Jahr 2012), bei der Erstkommunion (2013: 17.252; 2012: 18.586) und bei den kirchlichen Trauungen (2013: 3.550; 2012: 3.827).

Leicht gestiegen ist nach Bistumsangaben die Zahl der Firmungen von 15.359 im Jahr 2012 auf 15.757 – und die der Bestattungen: von 19.953 im Jahr 2012 auf 20.571 im vergangenen Jahr. Ende 2013 gehörten insgesamt 1,93 Millionen Menschen zum Bistum Münster, rund 15.000 weniger als ein Jahr zuvor.

Münster gibt Studie in Auftrag

Das Bistum Münster hat unterdessen die beiden Professoren Heribert Meffert (emeritierter Direktor des Instituts für Marketing am Marketing Centrum Münster – MCM) und Peter Kenning (Inhaber des Lehrstuhls für Marketing an der Zeppelin Universität Friedrichshafen) mit einer systematischen Analyse der Zufriedenheiten und Unzufriedenheiten der Gläubigen im Bistum Münster beauftragt.

Ziel der Untersuchung ist es nach Bistumsangaben unter anderem, verlässlichere Informationen über die Ursachen der vermehrten Kirchenaustritte und der sinkenden Zahlen etwa bei Gottesdienstbesuchern, kirchlichen Eheschließungen oder Taufen zu erhalten. Hiervon ausgehend sollen dann Ansatzpunkte entwickelt werden, mit welchen Maßnahmen diesen Tendenzen im Bistum Münster begegnet werden kann.

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