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03.12.2016
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Die Mariengrotte in Cloppenburg-Emstekerfeld.

Die Mariengrotte in Cloppenburg-Emstekerfeld.

Mein Denkmal und ich (399): Die Mariengrotte in Emstekerfeld

Erinnerung an die Vertreibung

Cloppenburg-Emstekerfeld. Seit 35 Jahren kümmern sich Leo und Luzia Rockel um die Mariengrotte in der Ermlandsiedlung im Cloppenburger Stadtteil Emstekerfeld. "Wir verehren eben die Muttergottes", erklärt Luzia Rockel den unermüdlichen Einsatz des Ehepaars für die Grotte, die vor ihrem Haus steht. Die Aufgaben dabei sind klar verteilt: Er mäht den Rasen, sie kümmert sich um Blumen und den Schmuck der Grotte.

Die Mariengrotte wurde 1980 in einer gemeinsamen Aktion von Anwohnern errichtet. Für ihre Teilnahme an dem Wettbewerb "Die schönste Kleinsiedlung" erhielten die Einwohner damals 500 Mark. Für die frommen und traditionsbewussten Ermländer war schnell klar, dass dieses Geld in den Bau einer Marienkapelle investiert werden sollte. Im August 1980 wurde mit den Arbeiten begonnen. Bereits im Oktober des gleichen Jahrs wurde die Kapelle durch den Ortspfarrer Aloys Menke gesegnet. Mehrere hundert Menschen, darunter auch viele Jugendliche, nahmen daran teil.

Unter ihnen war auch Wilhelm Scheperjans; der für die 75 ursprünglich aus dem Ermland in Ostpreußen stammenden Familien im Jahr 1967 den Bau der Siedlung ermöglicht hatte – vor allem durch Spenden.

Leo Rockel.

Das Besondere beim Bau der Kapelle war neben Spenden auch die Tatsache, dass die Arbeiten von den Anwohnern fast vollständig in Eigenleistung vollzogen wurden. Eine Urkunde im Mauerwerk erzählt von der Geschichte der vertriebenen Ermländer und erinnert an die zahlreichen Helfer und Spender.

Mit ihrem besonders gestalteten Dach ist die Grotte den Häusern der Ermlandsiedlung nachempfunden. An der rechten Seite ist eine Steinplatte aus besonders hartem Naturdolomit eingearbeitet, sie zeigt ein Lamm – Wappen des Erzbistums Ermland. Als Standort für die Grotte wurde damals das Grundstück von Leo und Luzia Rockel ausgewählt. Denn an der Stelle wurde einst auch die Ermlandsiedlung eröffnet. Durch diese Lage wurde die Muttergottes allen Einwohnern zugänglich.

Jedes Jahr finden Maiandachten statt, zur Fronleichnamsprozession wird an der Grotte eine Station eingerichtet. Auch die Bewohner eines nah gelegenen Pflegezentrums sind häufig zu finden: Sie ruhen sich auf der Bank vor der Grotte aus und beten.

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Text: Nina Holstermann | Fotos: Nina Holstermann in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
13.07.2014

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