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04.12.2016
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Vatikan

Die Vereinten Nationen überprüften die Aktionen des Vatikans gegen Folter.

Anti-Folter-Konvention gilt auch für "Bedienstete im Ausland"

UN-Komitee: Vatikan haftet für pädophile Priester weltweit

Genf. Nach Ansicht der Vereinten Nationen haftet der Vatikan für Missbrauchstaten katholischer Kleriker weltweit. Die Verantwortung eines Staates für das Tun von Amtsträgern erstrecke sich auch auf Bedienstete im Ausland, argumentierte das UN-Antifolterkomitee am Freitag (23.05.2014) in Genf.

Es legte das Schlussdokument der ersten Überprüfung des Heiligen Stuhls seit dessen Beitritt zur UN-Konvention gegen Folter und unmenschliche Behandlung vor. Im Bericht weist das Komitee die Deutung zurück, die Konvention gelte nur für den Vatikanstaat, Kurienmitarbeiter, päpstliche Diplomaten und Einrichtungen des Heiligen Stuhls.

Das Komitee betont, das Abkommen umfasse "alle Angehörigen des öffentlichen Dienstes oder in amtlicher Eigenschaft handelnde Personen". Bereits bei einem konkreten Missbrauchsverdacht sei der Betreffende für die Dauer der Ermittlungen zu suspendieren. Alle Verdachtsfälle müssten auch weltlichen Instanzen gemeldet werden. Besorgt sei man über Berichte, wonach Kirchenverantwortliche Meldungen an weltliche Behörden unterließen und Sexualstraftäter noch in jüngerer Zeit in andere Bistümer verschoben worden seien.

Rom: Priester der Welt unterliegen nicht vatikanischen Gesetzen

Positiv wertet der Bericht den offenen Dialog mit dem Vatikan, die Anpassung des vatikanischen Strafrechts an internationale Normen sowie die Einrichtung einer Missbrauchskommission durch Papst Franziskus. Gewürdigt werden die Verurteilung jeder Folter durch Benedikt XVI., die Zusage von Franziskus, härter gegen sexuellen Missbrauch vorzugehen, und die bereits erfolgten Sanktionen von Missbrauchsdelikten.

Der Vatikan sieht sich in seinem Kampf gegen Folter und sexuellen Missbrauch bestätigt. In einer Stellungnahme am Freitag (23.05.2014) wird aber kritisiert, das Komitee erwecke den Eindruck, sexueller Missbrauch falle unter den Folterbegriff im Sinne der UN-Konvention. Eine solche Interpretation ist aus Sicht des Vatikans und zahlreicher Experten unzutreffend. Außerdem gebe das Gremium fälschlich vor, alle Priester auf der Welt unterlägen indirekt der vatikanischen Gesetzgebung.

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Text: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH, jjo | Foto: Michael Bönte
23.05.2014

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