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17.11.2018
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Gottesdienstplatz Dalmanutha in Tabgha.

Zwei Mönche der Dormitio-Abtei am Gottesdienstplatz „Dalmanuta“. Sie sprechen mit der Frau, die zum Zeitpunkt der Tat Gast im Kloster war und von den Jugendlichen angegriffen wurde.

Anti-christlicher Vandalismus in Israel

Angriff auf Kloster Tabgha in Galiläa

Heiliges Land. Kurz vor dem Papstbesuch im Heiligen Land kommt es in Israel vermehrt zu Übergriffen auf christliche Stätten. Darunter ist auch das Kloster Tabgha am See Gennesaret, das zur deutschsprachigen Dormitio-Abtei der Benediktiner in Jerusalem gehört.

Den Angaben des Klosters zufolge sind am vergangenen Sonntag (27.04.2014) etwa 70 bis 80 jüdische Jugendliche in den Klosterbereich eingedrungen und haben dort zwei Gottesdienstplätze am Ufer ("Dalmanuta I" und "Dalmanuta II") verwüstet. Sie hätten dort mehrere Kreuze mit Steinen beworfen sowie Stühle und Bänke umgestürzt. Ein Kreuz sei in den See geworfen und ein Altar mit Schlamm beschmiert worden. Weiterhin haben die Randalierer nach Auskunft der Abtei einen Gast mit Steinen angegriffen und bespuckt. Auf einige Bänke wurden laut Pressemeldung Davidssterne eingeritzt. Der Prior des Klosters erstattete Anzeige.

Dankbar über Solidarität

Ludger Bornemann, geistlicher Leiter des Pilgerhospizes, sagte gegenüber kirchensite.de, ähnliche Vorfälle habe es auch in anderen christlichen Einrichtungen gegeben. Dies gehöre wohl leider auch zum Vorfeld des Papstbesuches. "Vor dem Papstbesuch kochen die Gefühle bei manchen hoch", sagte Pater Nikodemus, Pressesprecher der Dormitio-Abtei.

Die Abtei zeigte sich bestürzt darüber, dass die Jugendlichen offensichtlich zu der Tat angestiftet wurden. "Sie tun mir Leid, denn sie sind Opfer hasserfüllter Geister", sagte Pater Nikodemus zu kirchensite.de. Besonders für sie, die "von Erwachsenen in dieser beschämenden Art und Weise instrumentalisiert wurden", riefen die Mönche zum Gebet auf. Sie wollen weiterhin mit ihrem Gebet und ihrer Arbeit nach Frieden zwischen den verschiedenen Völkern und Religionen im Heiligen Land streben. Die Abtei äußerte sich dankbar über Zeichen der Verbundenheit, die sie in den letzten Tagen erfahren habe: "Zum Glück geht die Logik dieser Menschen nicht auf", betonte Pater Nikodemus. "Sie wollten Hass säen, haben aber viel Liebe erzeugt, da wir zurzeit eine große Welle der Solidarität erfahren, vor allem auch durch unsere vielen jüdischen Freunde."

Bei Christen, Juden und Muslimen ist das Kloster Tabgha gleichermaßen angesehen. Der Ort ist eine Begegnungsstätte für christliche Pilger aus aller Welt, aber auch für einheimische Gäste, besonders Behindertengruppen. In Tabgha wird die Speisung der 5000 verortet, von der die Evangelien erzählen. Neben der Brotvermehrungskirche mit dem weltbekannten Mosaik im Altarraum verbinden viele Pilger die Freiluft-Gottesdienste an den beiden Gottesdienstplätzen am Seeufer mit Tabgha.

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  1. undefinedHeiliges Land aus erster Hand (28.04.2014)

Text: cs, pd, KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: pd
02.05.2014

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