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09.12.2016
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Ruanda.

Friedhof in Ruanda - während des Völkermords im Jahr 1994 wurden mehr als 800.000 Menschen getötet.

20 Jahre nach dem Völkermord – Franziskus trifft Bischöfe

Ruanda: Papst will "nationale Versöhnung"

Vatikanstadt. Papst Franziskus hat 20 Jahre nach dem Völkermord in Ruanda zu einer "nationalen Versöhnung" im Land aufgerufen. Die ethnischen Spaltungen und Vorurteile müssten überwunden werden, sagte Franziskus am Donnerstag (03.04.2014) vor Bischöfen aus Ruanda im Vatikan. Dies müsse für die Kirche Vorrang haben. Franziskus sagte allen Opfern des Genozids und ihren Familien sein Gebet zu – "unabhängig von Religion, Volksgruppe oder politischer Überzeugung".

Die Kirche in Ruanda müsse die Wunden heilen, die durch die tragischen Ereignisse entstanden seien, forderte Franziskus. Glaube und Gebet könnten Vergebung und Versöhnung auch dort möglich machen, wo sie aus menschlicher Sicht zunächst ausgeschlossen schienen. Dies erfordere jedoch Geduld, gegenseitigen Respekt und Dialogbereitschaft, so der Papst. Zudem mahnte er die Kirche zu einem geschlossenen Auftreten.

Der Völkermord in dem zentralafrikanischen Land war am 6. April 1994 ausgebrochen. Auslöser war ein bis heute ungeklärter Anschlag auf das Flugzeug des damaligen Staatspräsidenten Juvenal Habyarimana, der tags zuvor ein Friedensabkommen mit Tutsi-Rebellen geschlossen hatte. In den folgenden drei Monaten ermordeten radikale Hutu bis zu 800.000 Angehörige der Volksgruppe der Tutsi und gemäßigte Hutu.

Experten vermuten heute, dass der Völkermord von langer Hand geplant war. Zu den Ursachen werden Konflikte um die Landnutzung in dem dicht besiedelten Staat gezählt, aber auch der von den früheren Kolonialmächten gesäte Hass zwischen Hutu und Tutsi. Mit zahlreichen Veranstaltungen erinnern die Menschen in Ruanda in diesen Tagen an den Völkermord.
Die ruandischen Bischöfe halten sich gegenwärtig zum sogenannten Ad-Limina-Besuch in Rom auf, um dem Papst und der Kurie über die Lage in ihren Diözesen zu berichten.

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  1. undefinedSchwerpunktthema Ruanda – Land der tausend Hügel
  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Papst Franziskus

Text: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Almud Schricke
03.04.2014

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