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15.11.2018
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Taize-Treffen

Junge Menschen und Kerzen gehören beim Taize-Treffen zum Jahreswechse genausol dazu wie stille Zeiten und das Gebet.

Taizé-Treffen in Straßburg beendet

Konkrete Schritte in der Ökumene

Straßburg/Kehl. Mit dem Appell zu einem größeren Miteinander der christlichen Kirchen ist am Mittag des Neujahrstages (01.01.2014) das 36. Europäische Taizé-Jugendtreffen zu Ende gegangen. In der Silvesternacht hatten die rund 30.000 Jugendlichen einen alternativen Jahreswechsel gestaltet und ein Fest der Nationen gefeiert.

Im Straßburger Münster stellte der Leiter der Taizé-Bruderschaft, Frere Alois, die Frage, ob nicht "die Zeit für neue konkrete Schritte der Versöhnung unter den getrennten Christen gekommen ist, damit die Kirche immer mehr zu einem Ort der Offenheit für andere und zu einer Gemeinschaft wird". Gegenwärtig gäben sich die Kirchen mit einer Haltung der Toleranz zufrieden, so der Taizé-Prior. "Aber Christus will uns in einen einzigen Leib zusammenführen." Mut sei gefragt, um "unter ein Dach zu ziehen", ohne länger zu warten, bis in allen theologischen Fragen Einigung erreicht sei.

In den vergangenen fünf Tagen waren Jugendliche aus 50 Ländern in der Europastadt zu Gast. Sie versammelten sich zu Gottesdiensten und Gebeten im Münster und in den Messehallen. Gesellschaftspolitische Debatten gab es mit Abgeordneten im Europaparlament und mit einer Richterin des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs. Zum Programm gehörten auch interreligiöse Begegnungen - etwa in der Straßburger Moschee und der Synagoge. Jugendliche aus der Ukraine berichteten von den Protesten in ihrer Heimat.

Grenzen überschritten

Erstmals in seiner mehr als 30-jährigen Geschichte war das Treffen grenzüberschreitend organisiert worden. Die Jugendlichen wohnten bei Gastfamilien im Elsass und jenseits des Rheins in Kehl und in der Ortenau. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, rief die Jugendlichen dazu auf, sich für ein solidarisches Europa zu engagieren. "Gerade Straßburg als Symbol der französisch-deutschen Aussöhnung kann uns Vorbild und Ansporn sein", sagte Zollitsch. Europa brauche ein geistliches Fundament. Und zu diesem trage das jährliche Jugendtreffen von Taize bei. Auch Papst Franziskus hatte zu Beginn des Treffens in einer Grußbotschaft den Jugendlichen für ihren Einsatz für Frieden und Versöhnung gedankt.

Das Taize-Treffen zum Jahreswechsel 2014/15 soll in Prag stattfinden. "Wir wollen unseren Glaubensweg im Herzen Mitteleuropas weitergehen", so Frere Alois. Der Prager Kardinal Dominik Duka sprach von einer große Chance für die säkulare tschechische Gesellschaft. Es ist nach 1990 das zweite Mal, dass die "Goldene Stadt" das Treffen ausrichtet. Die ökumenische Taize-Gemeinschaft ist für ihre meditative Gebete und Musik berühmt. Sie setzt sich für einen einfachen Lebensstil und größere Solidarität zwischen Arm und Reich ein. Ihr gehören 100 Männer aus mehr als 25 Ländern an, die aus verschiedenen evangelischen und aus der katholischen Kirche stammen.

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  2. undefinedTaizé-Treffen 2013: Blick auf Ukraine (27.12.2013)
  3. Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche von A bis Z: Taizé

Text: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte
01.01.2014


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