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10.12.2016
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G-20

Die Präsidenten Wladimir Putin (Russland, l.) und Barack Obama beim G-20-Gipfel in St. Petersburg.

Franziskus fordert weiteren Anlauf zu Verhandlungen

Papst an G-20-Gipfel: Neues Massaker in Syrien verhindern

Vatikanstadt / St. Petersburg. Papst Franziskus appelliert an die Teilnehmer des G-20-Gipfels in St. Petersburg, ein weiteres Massaker in Syrien zu verhindern. Jeder "nichtige Plan einer militärischen Lösung" müsse beiseitegelegt werden, heißt es in einem Schreiben an Russlands Staatspräsidenten Wladimir Putin, den Gipfel-Gastgeber.

Die Staaten dürften nicht untätig bleiben angesichts des Dramas, das die syrische Bevölkerung schon allzu lange durchlebe. "An Sie alle richte ich den eindringlichen Appell, dass Sie helfen, Wege zur Überwindung der Gegensätze zu finden", schreibt der Papst in dem Brief, der der Vatikan am Donnerstag (05.09.2013) veröffentlichte.

"Moralische Pflicht" gegenüber den Notleidenden

Es brauche einen entschlossenen neuen Anlauf für eine friedliche Lösung durch Dialog, unterstrich Franziskus. Die Konfliktparteien müssten Verhandlungen mit einträchtiger Unterstützung der internationalen Gemeinschaft führen. Es sei eine "moralische Pflicht aller Regierungen der Welt" gegenüber den Notleidenden des Konflikts, jede Initiative für humanitäre Hilfe zu unterstützen.

Der vatikanische Außenminister, Erzbischof Dominique Mamberti, erläuterte am Donnerstag (05.09.2013) vor Diplomaten zentrale Kriterien der Syrien-Politik des Heiligen Stuhls. Diese seien territoriale Integrität, der Schutz von Minderheiten und die Gleichheit aller Bürger, berichtete Vatikansprecher Federico Lombardi.

Einfluss von Extremisten einschränken

Es gehe darum, die Gewalt rasch zu beenden und eine Verhandlungslösung mit internationaler Unterstützung zu finden. Das sei Repräsentanten von 71 Botschaften beim Heiligen Stuhl deutlich gemacht worden.

Die syrische Opposition müsse den Einfluss von Extremisten und Terroristen in ihren Reihen einschränken. Zudem solle die Zusammenarbeit der Christen angesichts der Bedrohung von außen intensiviert werden.

Details zur Gebetswache des Papstes

Ebenfalls am Donnerstag (05.09.2013) erläuterte der Vatikan Details der Gebetswache für Syrien am Samstag (07.09.2013) auf dem Petersplatz. Gebete, Fürbitten, Friedensworte früherer Päpste und eine eucharistische Anbetung prägen den Abend. Der Papst hatte einen Gebets- und Fastentag für die Weltkirche angesetzt und auch die anderen Konfessionen und Religionen sowie Nichtglaubende gebeten, in angemessener Weise Syriens zu gedenken.

Die Gebetswache beginnt um 19 Uhr mit der Anrufung des Heiligen Geistes und dem Rosenkranzgebet. Dazu wird die Ikone der "Salus Populi Romani" (Beschützerin des römischen Volkes) von vier Schweizergardisten vom Obelisken auf dem Petersplatz zum Altar getragen. Jedes Rosenkranzgebet schließt mit dem marianischen Appell "Königin des Friedens, bitte für uns".

Phasen der Stille und des persönlichen Gebets

Es folgt – voraussichtlich nach 20 Uhr – die Friedensmeditation des Papstes. Danach wird das eucharistische Allerheiligste zur Anbetung auf dem Altar ausgesetzt. Anschließende Gebetsteile umfassen biblische Texte zum Thema Frieden, Friedensgebete früherer Päpste, Gesänge, Weihrauchopfer sowie Momente der Stille zum persönlichen Gebet.

Am Ende jedes Gebetsteils legen Menschen aus Syrien, Ägypten, dem Heiligen Land, den USA und Russland Weihrauch auf eine Rauchpfanne. An eine Reihe von Lesungen schließt sich eine längere Stillephase an (etwa 22.15 Uhr bis 22.45 Uhr). Die Gebetswache endet mit dem eucharistischen Segen durch den Papst.

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Text: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH, jjo | Foto: Reuters
05.09.2013

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